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01.03.2016 | themenschwerpunkt | Ausgabe 3-4/2016 Open Access

Wiener Medizinische Wochenschrift 3-4/2016

Genomweite Assoziationsstudien zu Adipositas und was wir daraus lernen

Zeitschrift:
Wiener Medizinische Wochenschrift > Ausgabe 3-4/2016
Autoren:
Univ.-Prof. Dr. Florian Kronenberg, Bernhard Paulweber, Claudia Lamina

Zusammenfassung

Die Einführung genomweiter Assoziationsstudien (GWAS) führte zu einem sprunghaften Anstieg der Anzahl von Genen, die mit Adipositas und zusammenhängenden Phänotypen wie Body-Mass-Index, Taillenumfang und Taille-Hüft-Quotient assoziiert sind. Dabei ist die Suche nach Genen, die für Übergewicht prädisponieren erst am Anfang, denn der Großteil des geschätzten vererbbaren Anteils von Übergewicht ist noch ungeklärt. Jedes einzelne der 97 bisher bekannten Gene für Body-Mass-Index und 49 Gene für Taille-Hüft-Quotient erklärt nur einen sehr kleinen Anteil der Varianz dieser Phänotypen. Geschlechtsspezifische Unterschiede kennen wir hauptsächlich nur für den Phänotyp Taille-Hüft-Quotient und ca. zwei Fünftel der dafür bekannten Genvarianten weist vor allem bei Frauen einen Effekt auf und keinen oder einen deutlich geringeren Effekt bei Männern. Die funktionelle Charakterisierung dieser Gene wird lange Zeit in Anspruch nehmen. Ob und wie schnell sich aus den Ergebnissen therapeutische Konsequenzen ergeben, lässt sich schwer abschätzen. Das Verständnis involvierter Regelkreise ist aber unabdingbare Voraussetzung für die Entwicklung neuer Therapien.
Literatur
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