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01.03.2016 | themenschwerpunkt | Ausgabe 3-4/2016

Wiener Medizinische Wochenschrift 3-4/2016

Adipositas: Stigmatisierung, Diskrimination, Körperimage

Zeitschrift:
Wiener Medizinische Wochenschrift > Ausgabe 3-4/2016
Autor:
Univ. Prof. Dr. Johann F. Kinzl

Zusammenfassung

Bei der Adipositas handelt es sich einerseits um ein heterogenes Zustandsbild multifaktorielle Genese (genetische Prädisposition Lebensstil, soziale Situation), andererseits besteht ein weitgehend homogenes, negativ gefärbtes Stereotyp von Adipösen, da Übergewicht und Adipositas von nicht wenigen Menschen als durch körperliche Passivität und gestörtes Essverhalten selbstverschuldete Leiden angesehen werden. Adipöse Menschen sind auch deswegen weitreichenden Stigmatisierungen und Diskriminierungen ausgesetzt. Typische Stereotypien adipöser Menschen sind Trägheit, Faulheit, Unattraktivität, Leistungsverweigerung. Dieses negative Fremdbild trägt zu einem negativen Selbstbild und Selbststigmatisierungen bei, begleitet von einem reduzierten Selbstwertgefühl und einem Gefühl einer geringen Kontrolle und reduzierter Selbstwirksamkeit, was wiederum konstruktiven Lösungsstrategien bezüglich des Übergewichts entgegen wirkt. Auch besteht bei vielen Adipösen eine Körperbildstörung verbunden mit einer starken Körperunzufriedenheit. Nicht immer besteht dabei ein Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht und der Körperunzufriedenheit; diese ist besonders bei jungen Frauen und Menschen mit einer Binge Eating-Störung vorhanden.

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Literatur
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