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01.09.2012 | schwerpunkt suizidforschung | Ausgabe 3/2012

neuropsychiatrie 3/2012

Zur Epidemiologie suizidalen Verhaltens: Eine Untersuchung im Gesundheitsbezirk Brixen

Zeitschrift:
neuropsychiatrie > Ausgabe 3/2012
Autoren:
Dr.rer.nat. Reinhard Tschiesner, Hansjörg Schweigkofler, Ettore Favaretto, Johann Prossliner, Sigrid Lun, Josef Schwitzer

Zusammenfassung

Anliegen

Gegenstand dieser Untersuchung ist es, Aussagen über die Häufigkeit des Parasuizids im Gesundheitsbezirk Brixen und über die Verteilung soziodemographischer Merkmale (Lebensalter, Geschlecht, Abhängigkeitserkrankungen, Partnerschaften, Life-events, Beschäftigung, Suizidversuche in der Vergangenheit) bei Personen, die Suizide bzw. Parasuizide begehen, zu treffen. Geprüft werden soll darüber hinaus, anhand welcher Merkmale am ehesten ein Suizid vorausgesagt bzw. eine diesbezügliche Gefährdung festgestellt werden kann.

Methode

Bei Personen, die einen Suizidversuch begangen hatten, wurde vom Kliniker der WHO-Parasuizid-Monitoring-Fragebogen ausgefüllt, bei Suizidopfern die Hinterbliebenen befragt. Anschließend wurden die Daten aggregiert bzw. assimiliert.

Ergebnisse

Im Erhebungszeitraum kam es jährlich zu durchschnittlich 37 Parasuiziden (SD = 7,78) und 6,32 Suiziden (SD = 3,79). Die beiden Stichproben unterscheiden sich hinsichtlich Lebensalter, Geschlecht, Life-events im Vorfeld, Beschäftigung und Parasuizide in der Vergangenheit. Keine Unterschiede konnten hinsichtlich der Merkmale Partnerschaft und Substanzabhängigkeit/-missbrauch errechnet werden.

Schlussfolgerungen

Die Inzidenz für die Suizide kann etwas niedriger eingestuft werden und die Inzidenz für die Parasuizide als niedriger eingestuft werden als in anderen Stichproben. Es lassen sich demographische Variablen finden, hinsichtlich derer sich Personen, die einen Suizid begehen, von Personen, die einen Parasuizid begehen, unterscheiden.

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Literatur
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