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Open Access 06.05.2022 | originalarbeit

Prozesse der nonverbalen Kommunikation im psychotherapeutischen Mehrpersonensetting – eine qualitative Studie

verfasst von: Anna Huber-Hirk

Erschienen in: Psychotherapie Forum

Zusammenfassung

In der vorliegenden naturalistisch angelegten Studie wurde das körperliche Zusammenspiel von Therapieteilnehmer_innen im Kontext von systemischen Psychotherapiesitzungen im Mehrpersonensetting untersucht. Ziel der Studie war die Beantwortung der Frage, ob die subjektive Einschätzung der Beziehungsqualität der Therapieteilnehmer_innen mit der Anzahl, Dauer und Intensität von beobachtbarem (synchronem) nonverbalen Verhalten der anwesenden Personen korreliert. Dafür wurden fünf Therapiesitzungen im Mehrpersonensetting auf Video aufgezeichnet. Die zuvor von einer Interpret_innengemeinschaft ausgewählten Schlüsselszenen wurden in einem manuellen Annotationstool auf fünf körpersprachliche Kategorien (Mimik, Augenkontakt, Kopfbewegungen, Gestik und Körperhaltung) hin untersucht. Statistische Analysen zeigen, dass mehrere Variablen nonverbalen Verhaltens – und hier insbesondere die erforschten mimisch-affektiven Verhaltensweisen – mit der subjektiven Einschätzung der Stärke der therapeutischen Allianz korrelieren. Wie bereits in vorrangegangenen wissenschaftlichen Arbeiten beschrieben, legen die Ergebnisse nahe, dass die nonverbale Kommunikation einen wichtigen Aspekt der therapeutischen Allianz ausmacht. Darüber hinaus zeigt die vorliegende Studie aber auch, dass das Phänomen der Mimikry auch zwischen drei und mehr Therapieteilnehmer_innen auftritt und in Zusammenhang mit der Stärke der therapeutischen Allianz steht. Die vorliegende Studie beleuchtet die Rolle der Mimikry aus systemischer Perspektive und erläutert die körpersprachliche Mitgestaltung auf Beziehungsebene in der Psychotherapie.
Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Einleitung

In diesem Beitrag wird ein Ausschnitt aus einer Forschungsstudie vorgestellt, die im Rahmen eines Dissertationsprojekts im Bereich der Psychotherapiewissenschaft durchgeführt wurde. Die Studie widmet sich der Erforschung von nonverbalen Synchronisationsphänomenen zwischen Therapieteilnehmer_innen im Mehrpersonensetting sowie deren Wirkung auf die Stärke der therapeutischen Allianz (Huber-Hirk 2022).
Unter dem Begriff therapeutische Allianz kann ein interpersonelles Konstrukt verstanden werden, zu dessen Konzeptualisierung die unterschiedlichen Psychotherapieschulen in der Vergangenheit wesentlich beigetragen haben. Ihre klinische Relevanz ist mittlerweile unumstritten und so gilt die therapeutische Allianz heute als bedeutsamer Wirkfaktor der Psychotherapie (Ardito und Rabellino 2011; Hentschel 2005). Eine intensive Auseinandersetzung mit Forschungsarbeiten der letzten Jahre hat verdeutlicht, dass unterschiedliche Faktoren festgemacht werden, die in ihrer Summe das Wesen der therapeutischen Allianz ausmachen. Zu diesen Faktoren zählt unter anderem die nonverbale Kommunikation, die den Interaktionsverlauf zwischen Therapeut_in und Klient_in wesentlich mitbeeinflusst und die Qualität der therapeutischen Allianz mitbestimmt (Ramseyer und Tschacher 2011).
Im Gegensatz zur verbalen Kommunikation läuft die nonverbale Kommunikation nicht über einen, sondern gleich über mehrere Kanäle parallel. Dazu zählen beispielsweise die Mimik, Gestik, Körperhaltung, räumliches Verhalten, Blickkontakt, und die Paralinguistik. Nonverbale Signale werden häufig unbewusst, das heißt ohne direkte Kontrolle, versendet und können dabei Informationen preisgeben, die bei rein verbalen Unterhaltungen womöglich verborgen bleiben würden. Ein und dieselbe Aussage wird je nach begleitendem Gesichtsausdruck unterschiedlich eingeordnet und interpretiert (Hall 2009; Jacob et al. 2013). Das Interesse an der nonverbalen Kommunikation, insbesondere an der Gesichtsmimik, begann im Jahr 1872 mit Charles Darwins Veröffentlichung ‚The Expression of the Emotions in Man and Animals‘ – eine Zeit, in der zunehmend beobachtet wurde, dass Gesichtsausdrücke und andere nonverbale Verhaltensweisen oftmals zeitnah, unbewusst und automatisch von Interaktionspartner_innen imitiert werden. Dieses Phänomen des koordinierten Imitierens von Verhaltensweisen bezeichnen Wissenschaftler_innen in der Sozialpsychologie als Mimikry (Hess und Fischer 2014; Holler 2011; Kurzius und Borkenau 2015).
Mimikry ist eine Form der Nachahmung bzw. der Synchronie zwischen zwei bzw. mehreren Interaktionspartner_innen, wobei Signale oftmals schon nach 0,3–0,4 Sekunden nach deren Auftreten gespiegelt werden. Die vielfach erforschte positive Wirkung von Mimikry auf die frühkindliche Entwicklung, auf zwischenmenschliche Bindungen, auf die Persönlichkeitsentwicklung und auf das Verständnis und Einfühlungsvermögen für das Gegenüber hat in der Wissenschaft das Interesse an diesem nonverbalen Phänomen geweckt (Ashenfelter et al. 2009; Holler 2011; Isabella und Belsky 1991; Likowski et al. 2012; Ramseyer und Tschacher 2008). Auch in der Emotionsforschung fand das Phänomen der Mimikry Einzug. Eine mögliche Erklärung für den Einfluss von Mimikry auf den Verlauf von Interaktionen findet sich in der Annahme, dass nonverbales Verhalten (und hier im Speziellen die Gesichtsmimik) Emotionen übermittelt (Bänninger-Huber und Huber 2017; Grammer et al. 2004). Folglich sind Synchronisationsprozesse auch für das Feld der Psychotherapie von Bedeutung.
Bei genauerer Betrachtung von viel zitierten Forschungsarbeiten zur therapeutischen Allianz werden jedoch rasch methodologische Auffälligkeiten erkennbar. Zunächst fällt auf, dass sich Wissenschaftler_innen bei der Erforschung der therapeutischen Allianz häufig primär auf sprachliche Aspekte stützen (Muntigl et al. 2013). Therapeut_in und Klient_in kommunizieren allerdings nicht nur verbal, sie interagieren ebenso von Beginn der Therapie an auch fortlaufend mit ihren Körpern. Darüber hinaus wird das Wesen der therapeutischen Allianz häufig unter Einsatz quantitativer Forschungsmethoden und aus intraindividueller Perspektive untersucht. Das heißt Forschungsarbeiten stützen sich oftmals rein auf die subjektive Bewertung der Therapieteilnehmer_innen (Koole und Tschacher 2016). Dieser Forschungsansatz erscheint insofern als problematisch, als dass im Zuge des interaktiven Austauschs im Rahmen der Therapie Wirklichkeit und Bedeutung zwischen den Therapieteilnehmer_innen in einem gemeinsamen Prozess entsteht (Gelo et al. 2015). Hier gilt es abseits der individuellen Beiträge auch unterschiedliche relationale Ebenen mitzudenken, wie insbesondere im psychotherapeutischen Mehrpersonensetting deutlich wird, da sich hier mehrere Allianzen parallel entwickeln1. Abgesehen davon wurde in der Vergangenheit das Wesen der therapeutischen Allianz vorrangig im psychotherapeutischen Einzelsetting erforscht (Ardito und Rabellino 2011). Untersuchungen im therapeutischen Mehrpersonensetting, insbesondere mit einem Schwerpunkt auf die Erforschung des Phänomens der Mimikry, finden sich hingegen seltener.

Ziele & Design der Studie

Ziel der Studie war es, den Interaktionsverlauf zwischen Therapeut_in und Klient_innen auf nonverbaler Ebene zu untersuchen und dabei gezielt die dynamische, interpersonelle Natur der therapeutischen Allianz zu erforschen. Die Beantwortung der Frage, welche Art des nonverbalen körperlichen Zusammenspiels im Rahmen von systemischen Psychotherapiesitzungen im Mehrpersonensetting innerhalb ausgewählter Schlüsselszenen beobachtbar ist, stand im Vordergrund. Die Studie zielte außerdem darauf ab zu untersuchen, ob die Anzahl und Dauer von koordinativen Prozessen mit der subjektiven Einschätzung der Therapieteilnehmer_innen hinsichtlich der Beziehungsqualität korreliert.
In der naturalistisch angelegten qualitativen Studie kam ein sequentielles mixed-method Design zum Einsatz. Konkret wurde der significant event approach gewählt, bei dem zunächst in einer quantitativen Vorgehensweise bedeutsame Momente der Therapie ausgewählt werden, bevor in einem nächsten Schritt das Verhalten der Therapieteilnehmer_innen mittels quantitativer Methoden analysiert wird (Elliott 2010). Dafür wurden fünf systemische Psychotherapiesitzungen (vier Paartherapien und eine Familientherapie) an der ÖAS2 Ambulanz sowie am Institut für Paar- und Familientherapie in Wien auf Video aufgezeichnet, die von einem langjährigen und erfahrenen Lehrtherapeuten der ÖAS gestaltet wurden. Die Stärke der therapeutischen Allianz wurde jeweils im Anschluss an die Sitzung mit Hilfe des System for Observing Therapy Alliances (SOFTA) erhoben. Das SOFTA‑s ist ein Selbsteinschätzungstool, das speziell für das familientherapeutische Mehrpersonensetting entwickelt wurde und neben der gezielten Untersuchung der Therapeut_innen- und Klient_innen-Ebene auch vier unterschiedliche Dimensionen erhebt: ‚Engagement in the Therapeutic Process‘, ‚Emotional Connection with the Therapist‘, ‚Safety Within the Therapeutic System‘ und ‚Shared Sense of Purpose Within the Family‘ (Friedlander und Escudero 2002; Friedlander et al. 2006).
Angelehnt an ein Forschungsprojekt von Ahlers (2017) wählte eine Interpret_innengemeinschaft Schlüsselszenen aus, die das eigene Empfinden und Erleben der Interpret_innen einschloss. Das Konzept der Schlüsselszene wurde von Rober (2014) übernommen, der damit besondere Therapiepassagen bezeichnet, die im kommunikativen Geschehen etwas in Bewegung bringen oder in denen „noch-nicht-Gesagtes“ Platz findet. Um eine intersubjektive Übereinstimmung der Schlüsselszenen-Auswahl zu gewährleisten, wurden nur jene Szenen einer anschließenden Feinanalyse unterzogen, die von mindestens zwei Interpret_innen unabhängig voneinander genannt und argumentiert wurden. Durch dieses Vorgehen ergaben sich insgesamt zehn finale Schlüsselszenen in einer Gesamtlänge zwischen zwei und drei Minuten3, die schließlich im manuellen Annotationstool ELAN (2021) eingelesen wurden. Mittels einer mikroanalytischen Vorgehensweise und unter Einsatz eines eigens entwickelten Kodierungsschemas wurde das nonverbale Verhalten analysiert.
Der Fokus lag auf der Analyse von fünf Kategorien nonverbaler Verhaltensweisen: der Mimik (hier wurde das Lächeln, Stirnrunzeln und Hochziehen der Augenbrauen der Therapieteilnehmer_innen kodiert), dem Blickkontakt (Fokus auf die Blickrichtung; differenziert wurde zwischen auf die jeweiligen Gegenüber gerichtete Blicke, in den Raum gerichtete Blicke sowie zu Boden gerichtete Blicke), Kopfbewegungen (Fokus auf Nicken und Kopfschütteln), der Gestik (Fokus auf koverbale Handgesten), und der Körperhaltung (Fokus auf die Haltung von Rumpf, Armen und Beinen). Die nonverbalen Verhaltensweisen wurden mittels quantitativer Berechnungen auf die Häufigkeit und Dauer ihres Auftretens hin untersucht. Beim Kodieren der Gesichtsmimik wurde für die Einschätzung der Intensität des mimischen Ausdrucks das Facial Action Coding System (FACS) von Ekman und Friesen (1978) hergenommen und zwischen drei Intensitäten unterschieden. Außerdem wurde für jedes mimische Verhalten ein Expressivitätsindex (EI) erstellt, um die mimischen Verhaltensweisen aller Therapieteilnehmer_innen auch untereinander vergleichen zu können. Dafür wurde die proportionale Dauer des nonverbalen Ausdrucks (sprich die Gesamtzeit, in der das mimische Verhalten ausgedrückt wurde, geteilt durch die Gesamtzeit der Schlüsselszene) mit der durchschnittlichen Intensität des mimischen Verhaltens (sprich die Summe der Intensitäts-Punktezahlen geteilt durch die Häufigkeit der gezeigten mimischen Verhaltensweisen) multipliziert. Äquivalent wurde für die Kodierung der Körperhaltung ein Body-Posture-Index (BPI) erstellt. Hierfür wurden die Werte der unterschiedlichen Annotationen addiert und durch die jeweilige Gesamtlänge der Schlüsselszene dividiert. Der erzielte BPI-Wert spiegelte die Offenheit der Körperhaltung wider.
Für die statistische Analyse wurden die Zeitachsen der Schlüsselszenen in äquidistante Intervalle zu je 40 Millisekunden geteilt. Korrelationsanalysen für die Berechnung des Zusammenhangs zwischen den erhobenen nonverbalen Verhaltensweisen und den SOFTA-Ergebnissen wurden durchgeführt. Für die Mimikry-Analysen wurden sowohl absolute als auch relative Übereinstimmungen für alle Kombinationen von dem gezeigten nonverbalen Verhalten unter den Therapieteilnehmer_innen berechnet. Paarweise Übereinstimmungen, als auch Übereinstimmungen von gleichzeitig gezeigtem nonverbalem Verhalten zwischen allen anwesenden Personen, wurden ebenfalls statistisch ermittelt.

Ergebnisse

Im Folgenden werden bedeutsame Ergebnisse des Dissertationsprojekts vorgestellt. Der Fokus wird dabei auf die beobachteten mimischen Verhaltensweisen gelegt.

Die Beziehung zwischen nonverbalen Verhaltensweisen und der therapeutischen Allianz, gemessen am SOFTA-s

Eine intensive Analyse der nonverbalen Verhaltensweisen der Therapieteilnehmer_innen sowie den SOFTA‑s Auswertungen hat gezeigt, dass die untersuchten mimischen bzw. körpersprachlichen nonverbalen Ausdrücke in einer Wechselbeziehung mit der Stärke der therapeutischen Allianz stehen.
Konkret zeigen die Ergebnisse der Korrelationsanalysen der fünf Therapiesitzungen, dass die Anzahl und der Expressivitätsindex (EI) von den Variablen Lächeln und Hochziehen der Augenbrauen signifikant positiv mit unterschiedlichen SOFTA‑s Dimensionen korrelierten (vgl. Tab. 1). Hingegen korrelierte die Anzahl und der EI der Variable Stirnrunzeln negativ mit der Stärke der therapeutischen Allianz, wenngleich lediglich bei der Dimension ‚Connection‘ eine signifikant negative Korrelation gefunden wurde.
Tab. 1
Ergebnisse der Korrelationsanalysen der Variablen Lächeln, Hochgezogene Augenbrauen & Stirnrunzeln und den SOFTA-Dimensionen
 
Engagement
Connection
Safety
Purpose
Total Score
Anzahl Lächeln
r=0,37, p<0,05
r = 0,23, p > 0,05
r=0,42, p<0,05
r = 0,27, p = >0,05
r=0,38, p<0,05
EI Lächeln
r=0,40, p<0,05
r = 0,07, p > 0,05
r=0,58, p<0,05
r=0,41, p<0,05
r=0,48, p<0,05
Anzahl hochgezogene Augenbrauen
r=0,42, p<0,05
r=0,36, p<0,05
r=0,50, p<0,05
r=0,55, p<0,05
r=0,54, p<0,05
EI hochgezogene Augenbrauen
r = 0,31, p < 0,10
r = 0,10, p > 0,05
r = 0,33, p < 0,10
r=0,46, p<0,05
r=0,37, p<0,05
Anzahl Stirnrunzeln
r = −0,14, p > 0,05
r=−0,33, p<0,10
r = −0,08, p > 0,05
r = 0,03, p > 0,05
r = −0,07, p > 0,05
EI Stirnrunzeln
r = −0,22, p > 0,05
r=−0,45, p<0,05
r = −0,11, p > 0,05
r = −0,09, p > 0,05
r = −0,21, p > 0,05
Der Korrelationskoeffizient nach Pearson (r) diente in der vorliegenden Studie als Maßzahl für die Stärke der Korrelation
Eine hohe Einschätzung der Stärke der therapeutischen Allianz spiegelte sich in der vorliegenden Studie bei den Therapieteilnehmer_innen in der gesteigerten Bereitschaft am Therapiegeschehen aktiv teilzunehmen sowie in einer erhöhten körpersprachlichen Präsenz. Dies war in allen Therapiesitzungen zu beobachten und zwar unabhängig davon, ob der Therapeut und die Klient_innen in den ausgewählten Schlüsselszenen gesprochen haben oder sich die Therapieteilnehmer_innen in einer zuhörenden Position befanden. Darüber hinaus zeigte sich eine hohe Einschätzung der therapeutischen Allianz auf nonverbaler Ebene in regelmäßigem und unter den Anwesenden ausgewogen verteiltem Blickkontakt, in häufigem und markantem Lächeln, häufigem und markantem Hochziehen der Augenbrauen sowie vermehrten Kopfbewegungen (insbesondere Nicken).
Aber auch niedrige Einschätzungen der therapeutischen Allianz spiegelten sich auf nonverbaler Ebene wider. Beispielsweise zeigten sich niedrige Punktewerte in der Dimension ‚Shared Sense of Purpose Within the Family‘, die auf wenig Einheit im Klient_innensystem hinweisen, in einem geringen körpersprachlichen Zusammenspiel. Bereits das vermeidende, zu Boden gesenkte Blickverhalten von nur einem der Therapiemitglieder stand in einem negativen Zusammenhang mit den Einschätzungen der Stärke der therapeutischen Allianz aller Anwesenden. Darüber hinaus fiel bei niedriger Einschätzung der therapeutischen Allianz auf, dass die Therapieteilnehmer_innen vergleichsweise in einer geschlossenen Körperhaltung dasaßen, häufig den Kopf schüttelten und wenig mimisches Verhalten zeigten – lediglich Stirnrunzeln war vermehrt beobachtbar.

Die Beziehung zwischen Mimikry und der therapeutischen Allianz, gemessen am SOFTA-s

Paarweise Mimikry-Analysen

Die Ergebnisse der paarweisen Mimikry-Analysen, die sowohl zwischen Therapeut_in und Klient_in als auch zwischen jeweils zwei Klient_innen durchgeführt wurden zeigen, dass das beobachtete synchron aufgetretene nonverbale Verhalten in den mitgefilmten fünf Sitzungen in einem Zusammenhang mit der Stärke der therapeutischen Allianz steht. Beispielsweise zeigte sich synchrones Lächeln vorrangig unter jenen Therapieteilnehmer_innen, welche die Stärke der therapeutischen Allianz hoch eingestuft haben. Signifikante Ergebnisse in den paarweisen Analysen fanden sich für die Variable Lächeln und die SOFTA-Dimensionen ‚Safety‘, ‚Purpose‘ und dem Gesamtwert ‚Total4. Jene Therapieteilnehmer_innen, die hingegen nur geringe SOFTA Werte erzielten, zeigten kaum synchrone Verhaltensweisen mit ihrem Gegenüber.
Um Einblicke in das erforschte Phänomen der Mimikry zu geben zeigt Abb. 1 die synchronen Verhaltensweisen während ausgewählter Schlüsselszenen zweier Therapiesitzungen. Zu erkennen sind die berechneten paarweisen relativen Übereinstimmungen von gezeigtem nonverbalem Verhalten, wobei die Ergebnisse prozentuell auf die jeweilige Gesamtzeit der Schlüsselszene zu verstehen sind. Abb. 1 zeigt die erforschte Mimikry in Klient_innensystem A (einer Paartherapiesitzung, in der ein verheiratetes Ärztepaar und der Therapeut anwesend waren) und Klient_innensystem B (einer Familientherapiesitzung, in der eine Mutter mit ihren beiden Töchtern im Teenager-Alter, sowie der Therapeut, anwesend waren).
Während das Ärztepaar aus Klient_innensystem A die Stärke der therapeutischen Allianz besonders hoch eingestuft hat und 53 % der Gesamtzeit der Schlüsselszene synchrones Lächeln zeigte, erzielten die Therapieteilnehmer_innen aus Klient_innensystem B die niedrigste Einstufung dieser Studie. Hier fiel insbesondere das Stirnrunzeln zwischen der Mutter und ihrer älteren Tochter auf, das knapp ein Viertel der Gesamtzeit ausmachte.
Die Ergebnisse der paarweisen Mimikry-Analysen lassen, abhängig von der Einschätzung der Stärke der therapeutischen Allianz, auf nonverbaler Ebene also einen unterschiedlichen Charakter erkennen.

Mimikry zwischen allen anwesenden Therapieteilnehmer_innen

Die Ergebnisse veranschaulichen, dass in bedeutsamen Momenten der mitgefilmten Therapiesitzungen ebenso Synchronisationsprozesse zwischen allen anwesenden Therapieteilnehmer_innen aufgetreten sind. Erneut zeigte sich, dass insbesondere das Spiegeln vom mimischen Verhalten Lächeln zu bedeutsamen Ergebnissen führte. Der Mimikry-Wert von Lächeln korrelierte signifikant positiv mit der SOFTA‑s Dimension ‚Safety‘, mit der Dimension ‚Purpose‘, sowie dem Gesamtwert ‚Total‘. Bei der Dimension ‚Engagement‘ fand sich eine positive Korrelation bei einem Signifikanzniveau von 10 %. Auch die Dimension ‚Connection‘ korrelierte positiv mit dem Mimikry-Wert von Lächeln, wenngleich nicht signifikant5. Für alle anderen Mimikry-Untersuchungen der mimischen Verhaltensweisen fanden sich keine statistisch signifikanten Korrelationen.

Ergebnisdiskussion und Ausblick

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen, dass die nonverbale Kommunikation zurecht zu jenen Faktoren gezählt werden kann, aus denen sich die therapeutische Allianz zusammensetzt. Selbstverständlich hat nicht jeder mimische bzw. körpersprachliche Ausdruck die gleiche Wirkung auf die Stärke der therapeutischen Allianz. Beispielsweise korrelierte in der vorliegenden Arbeit die Anzahl, die Intensität (gemessen am Expressivitätsindex (EI)), und die Mimikry von Lächeln positiv mit der Stärke der therapeutischen Allianz, während beim Stirnrunzeln eine negative Korrelation vorlag. Generell zeigte sich jedoch, dass ein körpersprachliches mit-Eingebundensein der Therapieteilnehmer_innen einen wesentlichen Einfluss auf die Stärke der therapeutischen Allianz nimmt – und dies auch dann, wenn sich Therapieteilnehmer_innen (insbesondere im Mehrpersonensetting) vermeintlich „nur“ in einer zuhörenden Position befinden. Ganz im Gegenteil, die Daten machen deutlich, dass Zuhörer_innen den Verlauf von Interaktionen maßgeblich mitentscheiden.
Dem Zuhören kommt eine bedeutsame Rolle in der Psychotherapie zu, sowohl aus Sicht der Therapeut_innen, als auch aus Sicht der Klient_innen. Viele Klient_innen kommen mit dem Wunsch nach einem oder einer aufmerksamen, interessierten und nicht wertenden Zuhörer_in in Psychotherapie. Das Gefühl des Verstandenwerdens begründet sich aber meist nicht ausschließlich in verbalen Aussagen des Gegenübers, auch die körpersprachliche Ebene spielt hier mit rein. Wie schon Watzlawick mit seinem metakommunikativen Axiom feststellte, gibt es kein „bloßes Zuhören“ ohne unmittelbare Auswirkung auf den Interaktionsverlauf. Viel eher bestimmt die Art des Zuhörens mit ob sich im Kontext der Therapie ein Stimmigkeitsgefühl einstellt. Im Mehrpersonensetting betrifft der Modus des Zuhörens gleich mehrere Personen parallel. Dadurch kommt es auch zu mehreren, auf körpersprachlicher Ebene sichtbaren Reaktionen, und zwar sowohl auf Gesagtes, als auch auf noch-nicht-Gesagtes. Alleine schon zu beobachten, wie eine andere Person zuhört kann Veränderung und Selbstorganisationsprozesse anregen und macht die Arbeit im Mehrpersonensetting bedeutsam.
Um gezielt die dynamische und interpersonelle Natur der therapeutischen Allianz zu erforschen, wurde in dieser Studie der Schwerpunkt auf die (teils synchronen) nonverbalen Verhaltensweisen gelegt und so das kommunikative Zusammenspiel unter den Therapieteilnehmer_innen untersucht. Synchron auftretende Verhaltensweisen setzen ihrer Definition und Konzeptualisierung nach per se schon eine relationale Ebene voraus, denn sie entstehen im wechselseitigen Austausch und sind somit nur im Gemeinsamen möglich. Anhand der Ergebnisse lässt sich nun feststellen, dass die Anzahl und Dauer von nonverbaler Mimikry in einem Zusammenhang mit der subjektiven Einschätzung der Therapieteilnehmer_innen in Bezug auf die Beziehungsqualität steht. Mimikry kann demnach als besondere Form des Dialogs (und des Zuhörens) verstanden werden, da sie ein Mitschwingen mit anderen Therapieteilnehmer_innen (neben der kognitiven Ebene) auch auf körperlicher Ebene ermöglicht.
Realität wird, einer postmodernen Auffassung nach, durch Sprache konstruiert. Der russische Philosoph Bakhtin (1984) vertrat den Standpunkt, dass gesprochene Wörter in Interaktionen nicht dem Sprecher gehören, sondern Eigentum des Dialogs sind. Das bedeutet, umgelegt auf das Forschungsthema dieser Studie, dass Wirklichkeitskonstruktionen in der Begegnung und im Miteinander stattfinden, dass Realität also in interaktiven Prozessen innerhalb der therapeutischen Allianz entsteht. Der Körpersprache kommt hierbei eine ganz besondere Bedeutung zu denn sie spielt eine ebenso wichtige Rolle in der Entstehung und Gestaltung der Atmosphäre der Sitzung, wie auch die explizite Sprache. Psychotherapeut_innen können so den Erzählungen ihrer Klient_innen auch auf körpersprachlicher Ebene zuhören und mit ihren Gegenübern mit-fühlen. In der vorliegenden Arbeit zeigten sich ein erzeugtes Stimmigkeitsgefühl und eine vertrauensvolle Allianz in synchronem Verhalten zwischen den Therapieteilnehmer_innen, durch ein körperliches in-Resonanz-Sein und ein Zusammenschwingen. Das Wissen über- und der Fokus auf (nonverbale) Mimikry im Rahmen von Psychotherapien könnte dazu beitragen, Kommunikation als relationales Phänomen zu verstehen. Anstatt nach dem „realen“ oder dem „wahren“ Inhalt von Botschaften zu suchen unterstützt der Fokus auf verkörperte Aspekte das Bewusstsein, dass der Körper stets mitkommuniziert, wenn die Stimme spricht.
Mögliche Erklärungen für die Wirkung der körpersprachlichen Mitgestaltung auf Beziehungsebene finden sich u. a. in einer Annahme von Ramseyer (2010). Dieser geht davon aus, dass synchrones Verhalten den Zustand intensiviert, in dem es zur Mimikry gekommen ist. Lächeln gilt beispielsweise als eines der ausdrucksstärksten mimisch-affektiven Verhaltensweisen, wenngleich Lächeln nicht primär mit einem fröhlich heiteren Gemütszustand assoziiert werden darf. Dennoch erzeugt Lächeln – insbesondere das gemeinsame, synchrone Lächeln – meist Nähe und ein Stimmigkeitsgefühl. Im Gegensatz dazu wird Stirnrunzeln mit negativen Emotionen bzw. mit angespannten und nervösen Gefühlszuständen assoziiert. Ähnlich wie beim Lächeln kreiert also z. B. auch Stirnrunzeln eine Atmosphäre, die den momentanen Zustand intensiveren kann und so in weiterer Folge Einfluss auf den Interaktionsverlauf nimmt. Aber auch im Wissenschaftsfeld der Psychologie findet sich mit dem beschriebenen Phänomen der ‚Emotional Contagion‘ eine mögliche Erklärung. Argumentiert wird, dass es durch die Aktivität von Spiegelneuronen zu Mimikry kommt, und folglich zu einer emotionalen Ansteckung zwischen den Interaktionspartner_innen (Ashenfelter et al. 2009; Hatfield et al. 2014; Rizzolatti 2005). Auch die Theorie der ‚Embodied Communication‘ liefert eine mögliche Erklärung dafür, dass Mimikry Einfluss auf die Beziehungsebene nimmt. Vertreter_innen der Embodimentperspektive verweisen immer wieder auf die bidirektionale Beziehung zwischen Körper und Geist (Storch und Tschacher 2016; Tschacher und Storch 2012). Umgelegt auf die Ergebnisse dieser Studie könnte dies bedeuten, dass hinter den affektiven Ausdrücken der Therapieteilnehmer_innen ein emotionaler Zustand lag der durch physiologische Vorgänge im Körper entstand – oder aber, dass es durch die (unbewusste) Einnahme einer bestimmten Körperhaltung (also beispielsweise durch Synchronisationsprozesse) zu einem emotionalen Empfinden kam und Einfluss darauf nahm, wie stark die therapeutische Allianz eingestuft wurde.
Wissenschaftler_innen sind sich heute einig, dass Stimuli häufig derart schnell und subtil imitiert werden, dass nicht immer wahrnehmbare Veränderungen in der Gesichtsmimik erkennbar sind und zwar selbst dann, wenn Gesichtsmuskel-EMG-Untersuchungen eine klare Aktivität aufzeigen. Fraglich ist daher, ob durch den Einsatz von verfeinerten softwarebasierten Mimikanalyse-Verfahren womöglich mehr Synchronisationsprozesse zwischen den Therapieteilnehmer_innen beobachtbar gewesen wären. Dieser Frage nachzugehen könnte Gegenstand zukünftiger Forschungsarbeiten sein. Auch die Erforschung von paralinguistischen Synchronisationsprozessen (beispielsweise der Tonhöhe, Lautstärke, Stimmlage, Sprechtempo, etc.) zwischen drei und mehr Therapieteilnehmer_innen wäre erstrebenswert und könnte weitere wichtige Einblicke in die nonverbale Kommunikation liefern.

Interessenkonflikt

A. Huber-Hirk gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden.
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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Fußnoten
1
Pinsof (1994) unterscheidet beispielsweise zwischen der between-system alliance (die zwischen den einzelnen Klient_innen und dem Therapeuten/der Therapeutin entsteht) und der within-system alliance (die innerhalb des Familiensystems bzw. innerhalb des Therapeut_innensystems zu finden ist).
 
2
Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Systemische Therapie und Systemische Studien (ÖAS), größter Anbieter des Systemischen Fachspezifikums in Österreich.
 
3
Um die von der Interpret_innengemeinschaft ausgewählten Szenen (die selbst nur wenige Sekunden lang dauerten und zumeist verbale Aussagen oder einen körpersprachlichen Ausdruck betrafen) in ihrem situativen Kontext zu analysieren, wurden jeweils die angrenzenden 60 Sekunden vor und nach der jeweils ausgewählten Passage der Schlüsselszene angefügt.
 
4
Die Variable Lächeln korrelierte signifikant positiv mit der Dimension „Safety“, r = 0,54, p < 0,05, „Purpose, r = 0,42, p < 0,05, und dem Gesamtwert „Total, r = 0,42, p < 0,05.
 
5
Konkret zeigen die Ergebnisse der Korrelationsanalysen zwischen der Variable Lächeln und den einzelnen SOFTA-Dimensionen folgende Werte: „Safety“, r = 0,69, p < 0,05, „Purpose“, r = 0,64, p < 0,05, „Total“, r = 0,65, p < 0,05, „Engagement“, r = 0,58, p < 0,1, und „Connection“, r = 0,32, p > 0,05.
 
Literatur
Zurück zum Zitat Ahlers, C. (2017). Kommunikative Kompetenz. Das Rollenspiel in der systemischen Psychotherapie. Psychotherapiewissenschaft in Forschung, Profession und Kultur/Schriftenreihe der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien, Bd. 18. Münster, New York: Waxmann. Ahlers, C. (2017). Kommunikative Kompetenz. Das Rollenspiel in der systemischen Psychotherapie. Psychotherapiewissenschaft in Forschung, Profession und Kultur/Schriftenreihe der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien, Bd. 18. Münster, New York: Waxmann.
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Metadaten
Titel
Prozesse der nonverbalen Kommunikation im psychotherapeutischen Mehrpersonensetting – eine qualitative Studie
verfasst von
Anna Huber-Hirk
Publikationsdatum
06.05.2022
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Psychotherapie Forum
Print ISSN: 0943-1950
Elektronische ISSN: 1613-7604
DOI
https://doi.org/10.1007/s00729-022-00200-0