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Perioperatives Volumenmanagement

  • 26.04.2020
  • Anästhesie
Erschienen in:

Zusammenfassung

Eine adäquate perioperative Infusionstherapie ist wesentlich für das perioperative Outcome eines Patienten. Eine Optimierung der perioperativen Flüssigkeitstherapie führt zu einer Verbesserung des postoperativen Outcomes, verringert perioperative Komplikationen und reduziert die Hospitalisierung. Sowohl Hypo- als auch Hypervolämie können zu einer erhöhten Rate perioperativer Komplikationen führen. Hauptziel ist die Euvolämie mittels GDT („goal-directed therapy“: zielorientierte perioperative Volumentherapie), eine Kombination aus Volumenmanagement und Inotropika, um die Perfusion während der Operation zu optimieren. Das perioperative Flüssigkeitsmanagement sollte jedoch auch die prä- und postoperativen Perioden berücksichtigen. Das schließt die präoperative Gabe kohlenhydratreicher Getränke bis 2 h präoperativ genauso ein, wie die postoperative Phase, in der die Per-os-Hydratation frühzeitig begonnen und eine übermäßige i.v. Flüssigkeitszufuhr vermieden werden sollte. Die Implementierung eines umfassenden multimodalen zielgerichteten Volumenmanagements in einem ERAS-Protokoll ist effizient, der genaue Stellenwert bleibt aber momentan noch unklar.
Titel
Perioperatives Volumenmanagement
Verfasst von
Dr. Björn-Erik Wellge
Priv.-Doz. Dr. Constantin J. Trepte
Prof. Dr. Christian Zöllner
Prof. Dr. Jakob R. Izbicki
Prof. Dr. Maximilian Bockhorn
Publikationsdatum
26.04.2020
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Wiener klinisches Magazin / Ausgabe 3/2020
Print ISSN: 1869-1757
Elektronische ISSN: 1613-7817
DOI
https://doi.org/10.1007/s00740-020-00344-2
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