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29.05.2019 | Originalien | Ausgabe 2/2019

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2/2019

Gastroösophageale Refluxkrankheit

Langzeitnebenwirkungen von Protonenpumpenhemmern

Zeitschrift:
Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen > Ausgabe 2/2019
Autor:
Prof. Dr. med. Thomas Frieling
Wichtige Hinweise
Aktualisierung von: Frieling T. GERD: Langzeitnebenwirkungen einer lebenslangen Einnahme von Protonenpumpenhemmern. J Gastroenterol Hepatol Erkr 2011; 9(4):7–13.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Protonenpumpenhemmer (PPI) werden weltweit aufgrund von Fehlindikationen zu häufig und in zu hohen Dosen verschrieben. Hierbei können PPI selbst die Symptome erzeugen, die sie eigentlich behandeln sollen. Leitliniengerechte Indikationen für den Langzeiteinsatz von PPI sind die gesicherte gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD), die Therapie mit traditionellen nichtsteroidalen Antirheumatika (tNSAR) mit Risiko für bzw. mit manifesten gastrointestinalen Blutungen, tNSAR mit Acetylsalicylsäure (ASS)/Plättchenhemmern/direkte orale Antikoagulanzien (DOAK)/ Vitamin K Antagonisten (VKA), Therapie mit ASS/Plättchenhemmern/DOAK/VKA und Risikofaktoren bzw. Blutungen, Therapie mit ASS/COX-2-Hemmer und Anamnese mit gastrointestinaler Blutung bzw. Risikofaktoren, simultane Therapie mit 2 gerinnungsaktiven Substanzen (z. B. ASS und Clopidrogel) bzw. idiopathische Blutungen mit Ulzera.
Die potenziellen Langzeitnebenwirkungen von PPI (Demenz, M. Alzheimer, Osteoporose, Interaktion mit Clopidrogel, Infektionen, Malabsorption, Allergien) werden kontrovers diskutiert. Hierbei existieren zurzeit Metaanalysen, die ein moderates Risikopotenzial aufzeigen, während andere Metaanalysen keine Gefährdung hinsichtlich der Langzeiteinnahme von PPI sehen. Diese Datenlage muss den Patienten auch so vermittelt werden, da die PPI bei korrekter Indikation auch in der Langzeittherapie wertvolle Medikamente sind und unnötige Ängste vermieden werden sollten.

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Literatur
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