Bedarf an neuen Konzepten: Prävention von nosokomialen Infektionen und Antibiotikaresistenzen in Altenpflegeheimen
- 01.02.2020
- langzeitpflege
- Verfasst von
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Dr.med. Markus Bleckwenn
Korrespondierender Autor Dr.med. Markus Bleckwenn
- Institut für Hausarztmedizin, Medizinische Fakultät, Universität Bonn, 53127, Bonn, Deutschland
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Dr. Manuela Klaschik
Dr. Manuela Klaschik
- Institut für Hausarztmedizin, Medizinische Fakultät, Universität Bonn, 53127, Bonn, Deutschland
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Judith Hammerschmidt
Judith Hammerschmidt
- Institut für Patientensicherheit, Universitätsklinikum Bonn, Bonn, Deutschland
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Claudia Rösing
Claudia Rösing
- Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit, Universitätsklinikum Bonn, Bonn, Deutschland
- Erschienen in
- PRO CARE | Ausgabe 1-2/2020
Zusammenfassung
Hintergrund
Nosokomiale Infektionen und multiresistente Erreger sind weltweit eine zunehmende Problematik in Altenpflegeheimen. Daher müssen neue Konzepte zur Infektkontrolle entwickelt werden.
Ziel der Arbeit
Dieser Artikel zeigt einen Überblick über Infektionen in Alten pflegeheimen, deren medizinische Versorgung und bisherige Maßnahmen zur Infektionsprävention.
Material und Methoden
Die Arbeit basiert auf einer selektiven Literaturrecherche unter Einbeziehung der Literaturdatenbank PubMed. Dabei wurden insbesondere wissenschaftliche Untersuchungen zur Prävalenz von nosokomialen Infektionen in deutschen Altenpflegeheimen, Publikationen zur medizinischen Versorgung von Langzeitpflegeeinrichtungen und internationale Studien zur Infektionsprävention ausgewertet.
Ergebnisse
Die Grundlage für eine effektive Reduzierung von Infektionen ist die Einführung eines Surveillance-Systems. Dabei geben alle beteiligten medizinischen Fachkräfte regelmäßig eine Rückmeldung zur lokalen Infektions- und Resistenzlage und dem Vorhandensein von Risikofaktoren wie z. B. Harnwegskatheter oder chronische Wunden. Nur so können gezielt Antibiotikastrategien angepasst und die Effektivität von Präventionsmaßnahmen wie Händedesinfektion kontinuierlich überprüft werden. Bisher waren insbesondere multimodale, interdisziplinäre Präventionsvorhaben erfolgreich. Dazu gehörten regelmäßige Personalschulungen, Reduzierung von Harnwegskathetern sowie ein rationaler Einsatz von Antibiotika.
Diskussion.
Die meisten Präventionsmodelle wurden bisher in Krankenhäusern getestet. Eine mögliche Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die Infektionsprävention in Langzeitpflegeeinrichtungen ist bisher kaum untersucht. Daher sind unbedingt weitere Studien zur Infektkontrolle in Altenpflegeheimen notwendig.
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- Titel
- Bedarf an neuen Konzepten: Prävention von nosokomialen Infektionen und Antibiotikaresistenzen in Altenpflegeheimen
- Verfasst von
-
Dr.med. Markus Bleckwenn
Dr. Manuela Klaschik
Judith Hammerschmidt
Claudia Rösing
- Publikationsdatum
- 01.02.2020
- Verlag
- Springer Vienna
- Erschienen in
-
PRO CARE / Ausgabe 1-2/2020
Print ISSN: 0949-7323
Elektronische ISSN: 1613-7574 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00735-020-1151-2
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