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01.04.2017 | Psychiatrie | Ausgabe 2/2017

psychopraxis. neuropraxis 2/2017

Psychiatrische Zustandsbilder können klassische Leitsymptome eines Normaldruckhydrozephalus überschatten

Mögliche psychiatrische Symptome bei einem Normaldruckhydrozephalus – ein Fallbericht

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Ausgabe 2/2017
Autoren:
Dr. Saba Nia, Christoph Baumgartner

Zusammenfassung

Wir berichten über den Fall einer 63 Jahre alten Patientin, bei der im Alter von 61 Jahren im Rahmen einer erstmaligen manischen Episode die Diagnose einer bipolaren Erkrankung gestellt wurde. Nachdem sie sowohl neuroleptisch als auch antikonvulsiv behandelt wurde, erfolgte eine neurologische Vorstellung aufgrund einer progredienten Gangstörung. Diese wurde vorerst als medikamentöse Nebenwirkung im Rahmen einer extrapyramidalen Symptomatik eingestuft. Im weiteren Verlauf trat eine demenzielle Symptomatik in den Vordergrund, sodass die Diagnose reevaluiert wurde. In einer erneuten Bildgebung zeigten sich nun klassische Zeichen eines Normaldruckhydrozephalus. Zur Diagnoseerhärtung wurde eine Entlastungsliquorpunktion durchgeführt, die zu einer signifikanten Besserung führte. Die operative Implantation eines peritoventrikulären Shunts führte zu einer deutlichen Besserung und auch Stabilisierung der Symptome. Sowohl die neuroleptische, als auch die antikonvulsive Therapie konnte vollständig abgesetzt werden, ohne dass es zu einem psychiatrischen Rückfall kam. Die Patientin ist seit über zwei Jahren psychisch stabil.

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Literatur
Über diesen Artikel

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