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19.05.2021 | Neurologie

Neue Aspekte zur Eisentherapie des RLS in der Praxis – Teil 2

Appell für ein adäquates Management durch interdisziplinäres Engagement

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis
Autor:
Dr. med. Hans-Klaus Goischke
Wichtige Hinweise
Den ersten Teil dieses Artikels finden Sie unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s00739-021-00724-1.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Vor Beginn einer Eisencarboxymaltose(FCM)-Infusion sollte das biochemische Profil (Fe, Ferritin, Transferrinsättigung, Phosphor, 25-Hydroxy-Vitamin D [25(OH)D]) bestimmt und eine Medikamentenanamnese erhoben werden. Dadurch ergeben sich eine Risikoabschätzung für eine selten auftretende Hypophosphatämie (HP) nach FCM und Hinweise auf notwendige Laborkontrollen. Über die quantitative transkranielle Sonographie (TCS) könnte in Zukunft eine Subgruppe von „Fe-sensiblen RLS-Patienten“ erkannt werden. Durch die Sonographie konnte nachgewiesen werden, dass nach FCM-Gaben der Gehirneisenspeicher zunahm, was mit deutlicher Abnahme der Beschwerden korreliert. Falsche Behandlungsschemata führen nicht nur zu Behandlungskomplikationen (Augmentation), sondern auch zu erheblichen direkten und indirekten Gesundheitskosten. Reha-Kliniken können ein Transformator aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse werden und mangelnde Fachkenntnisse in der häuslichen Weiterbetreuung ausgleichen. Dem Allgemeinarzt als primären Ansprechpartner bei der Langzeitbetreuung Fe-Gaben als kausale Behandlungsstrategie evidenzbasierter Therapie zu vermitteln, kann erhebliches Leiden mindern. Die Aufklärung maßgeblicher Gremien bei den Gesundheitsversorgern über das Krankheitsbild ist dringend erforderlich.

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Literatur
Über diesen Artikel