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28.01.2021 | Multiple Sklerose | Neurologie | Ausgabe 2/2021 Open Access

psychopraxis. neuropraxis 2/2021

Multiple Sklerose: Infektionsprophylaxe und Impfungen

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Ausgabe 2/2021
Autor:
MBA PD Dr. Thomas Seifert-Held
Wichtige Hinweise
Literatur beim Verfasser

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Hochwirksame krankheitsmodifizierende Therapien der multiplen Sklerose sind mit einem allgemein höheren Risiko für Infektionserkrankungen verbunden. Darüber hinaus bestehen substanzspezifische Risiken. Unter Anti-CD20-Therapien ist die Reaktivierung einer Hepatitis-B-Infektion möglich. Die Reaktivierung einer Tuberkulose ist vor der Anwendung von Teriflunomid, Cladribin und Alemtuzumab zu berücksichtigen. Zur Risikostratifizierung des Auftretens einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie unter Therapie mit Natalizumab ist der Anti-JCV-Antikörperindex etabliert. Eine Vorbeugung von Varizella-zoster-Virus- (VZV-)Infektionen ist für eine Therapie mit Fingolimod, Cladribin und Alemtuzumab erforderlich. Vor Beginn einer hochwirksamen krankheitsmodifizierenden Therapie sollen ausständige Impfungen verabreicht werden, dabei müssen Lebendimpfungen, wie z. B. gegen VZV, mindestens 4 Wochen vor Therapiebeginn appliziert werden. Unter Therapie können nur Totimpfstoffe verwendet werden, deren Impferfolg reduziert ist. In der aktuellen COVID-19-Pandemie gehören Patient(inn)en mit hochwirksamen krankheitsmodifizierenden Therapien zur Risikogruppe. Die aktuell (Stand Januar 2021) gegen SARS-CoV‑2 zugelassenen Impfstoffe sind unter diesen Therapien anwendbar.
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