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02.07.2018 | Originalien | Ausgabe 4/2018

Pädiatrie & Pädologie 4/2018

Medizinische Versorgung für Kinder und Jugendliche

Allgemeinmediziner vs. Kinderärzte

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Ausgabe 4/2018
Autor:
Prim. Univ.Prof. Dr. Reinhold Kerbl
Wichtige Hinweise
Erstpublikation: Journal für Medizin- und Gesundheitsrecht (JMG) 4/2017; Übernahme mit freundlicher Genehmigung des NWV Verlags.

Zusammenfassung

Die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Österreich beruht gegenwärtig auf einem dualen Prinzip. Dabei wird in Städten und Ballungszentren die Versorgung v. a. von Kinderfachärzten wahrgenommen, in ländlichen Gebieten erfolgt sie vielfach durch Allgemeinmediziner bzw. „Hausärzte“. In den letzten Jahren sind in beiden Berufsgruppen „Kassenstellen“ nicht nachbesetzbar, wodurch es zu einem zunehmenden Engpass der pädiatrischen Versorgung kommt. Während zuletzt für Allgemeinmediziner Bestrebungen sichtbar waren die Attraktivität der Kassenpraxis zu steigern, sind solche für den pädiatrischen Bereich ausgeblieben. Dies ist deshalb besorgniserregend, weil Allgemeinmediziner vielfach über keine ausreichende pädiatrische Ausbildung (mehr) verfügen. Das Verhältnis der pädiatrischen Ausbildung beträgt nach der neuen Ausbildungsordnung 1:21! Folgen und Gefahren einer derartigen „Pädiatrie Light“ Ausbildung sind u. a. Diagnose- und Therapiefehler, vermehrte Spitalseinweisungen, unnötig hohe Antibiotikaverordnung, suboptimale Impfraten etc. Es muss daher intensivierte Anstrengungen geben, die Pädiatrie auch in der Primärversorgung zu erhalten. Dies kann dann gelingen, wenn für junge Kolleginnen und Kollegen gewisse Anreize gesetzt werden. Dazu zählt die Möglichkeit von pädiatrischen Gruppenpraxen, Teilzeitmodellen, eine Entlastung von administrativem Aufwand, einfacheres/besseres Honorierungssystem und die Valorisierung der (seit 1994 nicht angepassten) Mutterkindpass-Honorare.

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Literatur
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