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10.08.2018 | Pädiatrie | Originalien | Ausgabe 4/2018

Pädiatrie & Pädologie 4/2018

Die Erwachsenen kannst Du vergessen

Parkland-School-Shooting: Amoklaufen in einer Gemeinschaft ohne Perspektive

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Ausgabe 4/2018
Autor:
Lucas Pawlik
Wichtige Hinweise
Literatur beim Verfasser.

Zusammenfassung

Der Beitrag gliedert sich in 3 Teile, in denen das individuelle Erleben eines Schulmassakers dem gesellschaftlichen Umgang damit im Kontext der digitalen Transformation gegenübergestellt wird.
Im 1. Teil wird gezeigt, wie Erstarrung, Wut und Mangel an Vertrauen seitens der Opfer und ihr Gefangensein in der Ungewissheit um Gegenwart und Zukunft die mediale Reaktion und die Reaktion der Verantwortlichen beeinflussen. Sowohl die individuelle Zerrüttung als auch der sich abzeichnende Systemzusammenbruch verweisen auf dieselbe Überforderung: das Nichtwahrhabenwollen einer unerträglichen, nicht einschätzbaren Situation. Es handelt sich um ein Problem, für das innerhalb des Schulsystems nicht Verantwortung übernommen werden kann und außerhalb nicht übernommen wird.
Der 2. Teil des Beitrags führt aus, wie der „geistesgestörte Einzeltäter“, der erkannt und dem der Zugang zu Waffen untersagt wird, erst vom System geschaffen wird. Das System ignoriert die Umstände, unter denen jemand zum Schulattentäter wird, ebenso wie die für School Shooting maßgebliche Studie von 2004. Schulattentäter sind der Studie zufolge mehrheitlich suizidgefährdete gemobbte Schüler, die mehr leisten wollen, aber nicht können und die Tat in ihrer Verzweiflung ankündigen. Die komplexen Wirkzusammenhänge, die zum Amoklauf von Schulattentätern führen, werden nicht zur Kenntnis genommen. Statt einer Analyse des Schul- bzw. Gesellschaftssystems wird die Fiktion des geistesgestörten Gewalttäters aufrechterhalten und das Problem School Shooting bis zum nächsten Amoklauf perpetuiert.
Der dritte Teil geht der Frage nach, warum dieses Problem auch für Österreich relevant ist. Er skizziert die global kritische Situation des Schulsystems und der Schüler und untersucht, warum durch die Digitalisierung eine weitere drastische Verschlechterung zu erwarten ist. Dargestellt werden die Notwendigkeit von Eigeninitiative und die Schritte, mit denen der Autor um Mithilfe bittet, sich entwickelnde Probleme lösen und Möglichkeiten erschließen zu können.

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