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22.08.2019 | themenschwerpunkt Open Access

Irisfixierte phake Intraokularlinse

Zeitschrift:
Spektrum der Augenheilkunde
Autoren:
Marie Dietrich, Sarah Moussa, Josef Ruckhofer, Esther Halbwirth, Herbert Reitsamer
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Hintergrund

In der refraktiven Chirurgie können wir zwischen zahlreichen Verfahren zur Behandlung von Fehlsichtigkeiten auswählen. Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen additiven Verfahren, bei denen dem Patienten eine künstliche Linse implantiert wird (refraktive Linsenimplantation), und subtraktiven Verfahren, bei denen dem Patienten Gewebe der Hornhaut mittels unterschiedlichen Lasermethoden abgetragen wird. Im folgenden Artikel möchten wir speziell auf die irisfixierte phake Vorderkammerlinse eingehen.

Material und Methode

Derzeit gibt es starre und flexible irisfixierte Vorderkammerlinsen. Der große Vorteil der faltbaren Version gegenüber der starren Linse besteht darin, dass die gefaltete Linse über einen nur 3,2 mm kleinen Schnitt ins Auge implantiert werden kann und somit der durch die Operation induzierte Astigmatismus vermindert und die Heilungsdauer verkürzt wird.

Resultate

Bei 136 Augen von 79 Patienten im mittleren Alter von 38 ± 9,5 Jahren (20 bis 61 Jahre) mit einem mittleren sphärischen Äquivalent von −8,85 dpt ± 2,28 dpt (−2,63 bis −13,75 dpt) und einem mittleren refraktiven Astigmatismus von 1,95 dpt ± 0,82 dpt (1 bis 5 dpt) wurde eine torische Artiflex® implantiert. Nach 24 Monaten liegt das mittlere sphärische Äquivalent bei −0,08 dpt (−1,25 bis +0,63 dpt), 100 % liegen innerhalb von ±1 dpt, 96 % innerhalb von ±0,5 dpt der gewünschten Zielrefraktion. Zwei Jahre postoperativ erreichen 85 % der Augen einen unkorrigierten Fernvisus von 1,0 oder besser, 54 % von 1,25 oder besser und 16 % von 1,6 oder besser. Der Endothelzellverlust beträgt 0,89 %. Es kam zu keinen postoperativen Komplikationen.

Schlussfolgerung

Die Implantation von irisfixierten phaken Intraokularlinsen ist ein sichereres, effizientes, vorhersagbares und stabiles Verfahren zur Korrektur von moderater und hoher Myopie und Astigmatismus.
Literatur
Über diesen Artikel