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09.02.2018 | themenschwerpunkt | Ausgabe 3/2018 Open Access

Spektrum der Augenheilkunde 3/2018

Anormale Augenstellung als Aussage in der bildenden Kunst Europas

Zeitschrift:
Spektrum der Augenheilkunde > Ausgabe 3/2018
Autor:
ao. Univ.-Prof. Dr. Elfriede Stangler-Zuschrott
Wichtige Hinweise
Nach einem Vortrag vor dem Ärztekunstverein Österreichs, Mai 2013. Die Zahl der Abbildungen wurde für den Druck wesentlich reduziert.

Zusammenfassung

Eine meist divergente Augenstellung von Skulpturen ist vom Künstler beabsichtigt und keine Fehlleistung. Im gesamten Zeitraum von 2500 a. Chr. bis 1800 p. Chr. ist sie ein Zeichen von Krankheit, Tod oder irrealen Geistwesen. Ab 1300 überwiegt in Europa die christliche Spiritualität: Viele Heiligengestalten scheinen geistig in ein besseres Jenseits entrückt, erkennbar an ihren nach außen oben gerichteten Augen. Bei Figurengruppen dient verschiedene Blickrichtung beider Augen zur Kontaktaufnahme untereinander. In der Spätgotik (um 1500 p. Chr.), beginnend mit V. Stoß, und im Barock drückt die Augenstellung Emotionen aller Arten aus. Aus alten medizinischen Büchern wissen wir, dass den einzelnen Augenmuskeln bestimmte emotionale Funktionen zugeordnet wurden. Mit der Aufklärung bricht auch in der Kunst eine neue Zeit an.
Literatur
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