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14.03.2018 | themenschwerpunkt | Ausgabe 3/2018 Open Access

Spektrum der Augenheilkunde 3/2018

Das Kunsthistorische Museum Wien als Schmerzmuseum

Zeitschrift:
Spektrum der Augenheilkunde > Ausgabe 3/2018
Autor:
MSc. Ass. Prof. Dr. Heber Ferraz-Leite

Zusammenfassung

Die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums Wien besitzt repräsentative Werke der Historienmalerei (Darstellungen geschichtlicher Ereignisse, Religion und mythologischen Themen). Nicht die technischen oder malerischen Eigenschaften dieser Werke, sondern eine besondere Thematik wird hier analysiert. In einer Serie von 529 im Mai 2017 ausgestellten Bildern waren 85 Abbildungen von Schmerzleidenden. Auftraggebende waren die politisch und religiös Mächtigen. Die Bilder sollten sich an ihren Geschmack und ihre Ziele anpassen. Hier wird versucht, die Ursachen und Gründe für die Darstellungen des Leidens zu erklären. Die häufigsten waren die Verherrlichung eines Herrschers sowie die strategische Unterstützung der Sozialisation und Erziehung durch Verinnerlichung der religiösen Werte, um die Macht zu sichern. Der Schmerz wird als Weg zur Seligkeit, aber auch als berechtigte Bestrafung abgebildet. Die Neurophysiologie der kognitiven Reaktionen gegenüber Schmerzdarstellungen wird noch erforscht.
Literatur
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