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01.06.2016 | originalarbeit | Ausgabe 3/2016

Spektrum der Augenheilkunde 3/2016

Wie sinnvoll ist die Selektive Lasertrabekuloplastik?

Zeitschrift:
Spektrum der Augenheilkunde > Ausgabe 3/2016
Autoren:
Dr. Filip Filev, Dr. Caroline Gesser, Prof. Dr. Maren Klemm
Wichtige Hinweise
Die Autoren F. Filev und C. Gesser teilen sich die Erstautorenschaft.

Zusammenfassung

Neben der konservativen, medikamentösen und der invasiven, operativen Behandlung des Glaukoms stehen dem Augenarzt verschiedene Laserverfahren zur Senkung des intraokularen Drucks zur Verfügung. Eines dieser weit verbreiteten Verfahren ist die selektive Lasertrabekuloplastik (SLT), deren Effektivität im weiteren Verlauf diskutiert werden soll. Im Gegensatz zur Argon Lasertrabekuloplastik (ALT) findet bei der SLT keine sichtbare Koagulation des Trabekelmaschenwerkes statt. Daher ist die SLT deutlich schonender und hat sich gegenüber der ALT als standardmäßig angewandtes Verfahren etabliert. Die meisten Ärzte führen eine Behandlung mit 50 Laserspots über 180° des Trabekelmaschenwerks durch. In selteneren Fällen wird aber auch über eine Behandlung von 360° mit 100 Laserspots in einer Sitzung berichtet. Die Literaturrecherche zur Effektivität der SLT ergibt sehr viele unterschiedliche Ergebnisse. Sollte eine vorerst gute Drucksenkung nach einer gewissen Zeitspanne wieder nachlassen, kann die SLT-Behandlung wiederholt werden. In den meisten Studien beträgt die Drucksenkung zwischen 12 und 31 %; die Erfolgsquote liegt zwischen 32 und 58 %. Außerdem wird das Ausmaß von Augendruckschwankungen im Tagesverlauf deutlich reduziert. Die unterschiedlichen Ergebnisse werden weitestgehend durch das variierende Patientenkollektiv erklärt. Sehr hohe Ausgangsdruckwerte an bisher nicht behandelten Augen versprechen die besten Resultate. Bei multipel vorbehandelten Patienten kann die SLT nur als Versuch gewertet werden. Da das Komplikationsrisiko jedoch sehr gering ist und die SLT quasi schmerzfrei und schnell durchgeführt werden kann, wird sie auch in diesen Fällen empfohlen. Die niedrigen Erfolgsaussichten sollten allerdings diesen Patienten vorher bekannt sein.

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Literatur
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