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26.07.2017 | Originalie | Ausgabe 4/2017

Pädiatrie & Pädologie 4/2017

Vitamine bei Kindern – Fakten und Kontroversen

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Ausgabe 4/2017
Autor:
Dr. med. J. Spalinger

Zusammenfassung

Die Ernährung in der frühen Kindheit hat große Auswirkungen auf die Gesundheit, insbesondere das Zeitfenster der ersten 1000 Tage, von der Konzeption bis zum 3. Geburtstag, in dem Wachstum und Entwicklung am größten sind. Ernährungserhebungen bei Kindern zeigen eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, mit Ausnahme von Vitamin D, Folsäure, Eisen und Jod.
Die Vitamin-K-Mangelblutung ist ein ernsthaftes Risiko im Neugeborenen- und Säuglingsalter. Eine adäquate Vitamin-K-Substitution bietet eine gute Prävention. Alle Neugeborenen sollten eine Vitamin-K-Substitution erhalten, wobei Dosis und Datum zu dokumentieren sind.
Eine Erhöhung der Vitamin-D-Zufuhr, entweder durch Vitamin-D-Supplemente oder durch angereicherte Nahrungsmittel, verbessert den Vitamin-D-Status. Eine Vitamin-D-Supplementierung wird daher auch nach dem 1. Lebensjahr empfohlen, um eine gesunde muskuloskeletale Entwicklung zur gewährleisten.
Vegane Ernährung im Säuglings- und Kindesalter wird nicht empfohlen, da ein erhebliches Risiko von teilweise irreversiblen Folgen eines Vitamin-B12-Mangels besteht.
Unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und körperliche Leistungseinbußen lassen sich kaum mit Vitaminmangelzuständen erklären. Eine ungezielte hochdosierte Multivitaminsupplementierung wird daher kaum zur Verbesserung führen.

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Literatur
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