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19.04.2018 | Psychiatrie | Ausgabe 3/2018

psychopraxis. neuropraxis 3/2018

Psychotherapeutische Versorgungslage: Aktuelle Daten

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Ausgabe 3/2018
Autoren:
Prim. Dr. Friedrich Riffer, Manuel Sprung, Lore Streibl, Elmar Kaiser
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

In der Online-Version dieses Artikels (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00739-018-0468-0) finden Sie weiterführende Literatur zum Thema.

Zusammenfassung

Die Daten von 655 Patienten, die 2017 im Psychosomatischen Zentrum Waldviertel (Kliniken Eggenburg und Gars) in stationärer Behandlung waren, wurden ausgewertet. Hierbei handelt es sich überwiegend um schwer und chronisch kranke Patienten. Knapp die Hälfte der Betroffenen war vorher bereits 3 Mal oder häufiger in stationärer Behandlung. Bei 70 % von ihnen beträgt die Krankheitsdauer mehr als 2 Jahre. 59 % der Befragten gaben an, dass sie vor der stationären Behandlung keine kassenfinanzierte Psychotherapie in Anspruch nehmen konnten. Knapp 15 % der Betroffenen, die einen kassenfinanzierten Therapieplatz in Anspruch nehmen konnten, mussten länger als 6 Monate darauf warten. Ein Nettohaushaltseinkommen von weniger als 2000 € monatlich bei 70 % und weniger als 1000 € monatlich bei 25 % der Befragten zeigt den Zusammenhang von psychischer Erkrankung und sozioökonomischen Lebensbedingungen. Die Daten zeigen die Notwendigkeit einer flächendeckenden kassenfinanzierten Psychotherapie auf, um die individuelle und volkswirtschaftliche Krankheitslast zu verringern und um nachgewiesene stationäre Behandlungserfolge langfristig besser aufrecht erhalte zu können. Dies würde auch wirtschaftlichen Folgekosten senken.

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Weiterführende Literatur
739_2018_468_MOESM1_ESM.docx
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