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08.07.2019 | Neurologie Open Access

Narkolepsie mit Kataplexien – mehr als nur kurze Schwächeanfälle

Ein Fallbericht

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis
Autor:
Assoc.-Prof. PD Dr. Stefan Seidel
Wichtige Hinweise
Literatur beim Verfasser

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Ein 39-jähriger Patient berichtet über seit 2 Jahren aufgetretene erhöhte Tagesschläfrigkeit und Attacken, bei denen er im Rahmen von starken Emotionen (Lachen, Erschrecken, Wut) das Gleichgewicht verliert und ihn „die Kraft in den Beinen verlässt“. Die schlafmedizinische Abklärung bestätigt die Diagnose der Narkolepsie mit Kataplexien (Typ 1). Eine vigilanzfördernde Therapie mit Modafinil verbessert das Symptom der Tagesschläfrigkeit so weit, dass er seinen Beruf als Lehrer wieder aufnehmen kann. Im klinischen Gespräch schildert er jedoch weiterhin die Kataplexien mit ihrer Frequenz von mehrmals täglich als sowohl stigmatisierend als auch das beruflich und privat am stärksten beeinträchtigende Symptom. Unter Pitolisant, einem seit 2018 in Österreich zugelassenen inversen Histamin (H3R)-Rezeptor-Agonist, als Add-on-Therapie zu Modafinil, kommt es zu einer De-facto-Remission der Kataplexien bei gleichzeitig sehr guter Verträglichkeit des Medikaments.
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