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01.12.2015 | Neurologie | Ausgabe 6/2015

psychopraxis. neuropraxis 6/2015

Multiple Sklerose und psychische Störungen

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Ausgabe 6/2015
Autoren:
Prim. Univ.-Doz. Dr. Elisabeth Fertl, Mag. Katharina Bauer

Zusammenfassung

Bei Patienten mit multipler Sklerose (MS) sind psychopathologische Symptome deutlich häufiger als in der Durchschnittsbevölkerung. Außerdem besteht ein erhöhtes Suizidrisiko. Dies bedingt, dass MS-Spezialisten mit der Diagnose und Therapie von psychischen Störungen vertraut sein müssen. Ebenso hat diese Komorbidität zur Folge, dass sie für die Medikation und in der Krankheitsbewältigung eine große Rolle spielt. Wer psychische Störungen bei MS-Patienten nicht erkennt oder vernachlässigt, ist sicherlich mit inkonstanter Adhärenz und einem komplizierten Verlauf konfrontiert. Darüber hinaus sind viele psychische Störungen heutzutage sehr gut behandelbar, sodass dieses Behandlungsangebot den Patienten natürlich nicht vorenthalten werden sollte. Nur in wenigen komplexeren Fällen ist es notwendig, dass ein Facharzt für Neurologie den Patienten an den Psychiater wegen der psychischen Problematik zuweist. Für die Patienten ist die Fächertrennung noch nicht wirklich vollzogen, sie verstehen auch nicht, warum sie jetzt zu zwei Nervenfachärzten gehen sollen. Somit ist das Thema psychische Störungen bei multipler Sklerose ein sehr weites Feld, das die benachbarten Fächer intensiv betrifft, aber letztlich auch die Schwierigkeiten der Fächertrennung sowohl im wissenschaftlichen wie auch im praktischen Feld erkennen lässt.

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Literatur
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