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28.04.2020 | Originalien | Ausgabe 2/2020

Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Österreich 2/2020

Vorteile bioidentischer Sexualhormone in der systemischen menopausalen Hormontherapie

Zeitschrift:
Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Österreich > Ausgabe 2/2020
Autor:
Dr. med. Kerstin Blickenstorfer
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Gynäkologische Endokrinologie 2020 · 18:31–34 https://​doi.​org/​10.​1007/​s10304-019-00287-w erstveröffentlicht. Zweitpublikation mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

Zusammenfassung

Die ersten Publikationen der Women’s-Health-Initiative(WHI)-Studie 2002 und das Bekanntwerden von negativen Auswirkungen einer menopausalen Hormontherapie (MHT) auf die Gesundheit, vor allem im kombinierten Therapiearm mit konjugierten equinen Östrogenen (CEE) plus Medroxyprogesteronacetat (MPA), führten zu einem dramatischen Umdenken in Bezug auf den Einsatz einer MHT. Es wurde nach Alternativen gesucht, von denen man sich eine größere Sicherheit versprach. Zu diesen gehören die bioidentischen Hormone. Als bioidentische Hormone werden Hormone bezeichnet, die strukturell und funktionell den vom menschlichen Körper produzierten Hormonen entsprechen. Auch diese haben ein Risikoprofil, das je nach Zusammensetzung, Applikationsweg und Dosierung variiert. Die Applikation bioidentischer Östrogenpräparate zur MHT ist in Europa mittels Tabletten, Cremes, Gels, Patches, Vaginalring oder auch Sprays möglich. Bioidentische Hormone sind gleich effektiv in der Reduktion vasomotorischer Beschwerden wie artifizielle Hormone. Bei Beginn innerhalb der ersten 10 Jahre nach der Menopause und vor dem 60. Lebensjahr zeigt sich ein kardioprotektiver Effekt. Die orale Applikation ist mit einem höheren Thromboembolierisiko verbunden als die transdermale Anwendung. Bei Patientinnen mit Uterus in situ ist zusätzlich die sequenzielle oder kontinuierliche Gabe von Progesteron zum Schutz des Endometriums obligat. Mikronisiertes Progesteron und Dydrogesteron scheinen hierbei ein günstigeres Profil hinsichtlich des Brustkrebsrisikos zu besitzen, gehen bei Langzeitanwendung von über 5 Jahren aber möglicherweise mit einem höheren Endometriumkarzinomrisiko einher.

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Literatur
Über diesen Artikel

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