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12.10.2021 | Traumatologie

Traumatologisches Schockraummanagement

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin
Autoren:
Dr. Vanessa Ketter, Univ.-Prof. Dr. Steffen Ruchholtz, Prof. Dr. Michael Frink
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Medizinische Klinik – Intensivmedizin und Notfallmedizin 5 · 2021; 116:400–404 erstpubliziert. Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Zusammenfassung

Jährlich werden in Deutschland mehr als 20.000 Patienten mit Polytrauma behandelt. Hierunter wird eine gleichzeitig entstandene Verletzung mehrerer Körperregionen, die einzeln oder in Summe lebensbedrohlich für den Patienten ist, verstanden. Die Einschätzung erfolgt nach entsprechenden Scoringsystemen. Zur adäquaten Behandlung bedarf es nicht nur einer medizinischen Versorgung auf höchstem Niveau, sondern auch der Koordination der organisatorischen/logistischen Abläufe. Das Bindeglied zwischen präklinischer und klinischer Versorgung ist die Behandlung im Schockraum, der durch einem festgelegten erfahrenen „trauma leader“ geleitet werden sollte. Den Behandlungsalgorithmen liegen eine aktuelle S3-Leitlinie und das Weißbuch zur Schwerstverletztenversorgung zugrunde. Hier werden Empfehlungen bezüglich der personellen, räumlichen, logistischen und materiellen Anforderungen definiert. Jedes Schockraumteam sollte regelmäßig geschult werden und über theoretische und praktische Kenntnisse zur Anwendung der Schockraumalgorithmen verfügen. So kann die Behandlungsqualität und damit die Überlebenswahrscheinlichkeit kritisch kranker Patienten verbessert werden. Im Schockraum selbst steht die standardisierte und prioritätenorientierte Einschätzung und Stabilisierung des Patienten im Vordergrund. Aufgrund der qualitativ unterschiedlich guten Versorgung vom Schwerverletzten in Deutschland wurde zur Verbesserung der Behandlung polytraumatisierter Patienten die Initiative TraumaNetzwerk DGU® initiiert, um Standards zu definieren und die Prozesse und Organisation in der Schwerstverletztenversorgung zu verbessern. In Deutschland gibt es aktuell 615 teilnehmende Kliniken, die in 52 lokalen Traumanetzwerken teilweise grenzübergreifend organisiert sind.

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Literatur
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