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01.09.2014 | originalarbeit | Ausgabe 3/2014

neuropsychiatrie 3/2014

Kosteneffektivität eines krankenkassengestützten Case-Management-Programms für Patienten mit affektiven Störungen

Zeitschrift:
neuropsychiatrie > Ausgabe 3/2014
Autoren:
Dipl-Sozialw (Univ) Dr. Christian Olaf Jacke, Hans-Joachim Salize

Zusammenfassung

Anliegen

Gesundheitsökonomische Bewertung eines krankenkassengestützten Case-Managements Prog­ramms für Patienten mit mittleren bis schweren Depressionen aus Sicht einer Krankenkasse. Das Programm zielte auf eine Steigerung der Inanspruchnahme von fachärztlich-ambulanten Versorgungsangeboten.

Methode

Vergleich von Versicherten einer Kasse aus zwei deutschen Bundesländern. Die Kohortenstudie basiert auf einer Kontroll- und Experimentalregion, in der Kundenbetreuer umfassende Fortbildungen, Qualitätszirkel und Supervisionen erhielten. Die Schätzung des inkrementellen Kosteneffektivitätsverhältnisses (ICER) stand im Mittelpunkt.

Ergebnisse

Das Programm zeigte einen höheren Nutzen bei gleichen Kosten. Der ICER betrug bei konservativer Schätzung 44,16 € für eine zusätzliche Nutzeneinheit. Die maximale Zahlungsbereitschaft betrug 378,82 € pro Jahr. Sensitivitätsanalysen zeigten, dass dieser Betrag infolge von Kosten-Degressionen bis auf 34,34 € pro Jahr bzw. 2,86 € pro Monat sinken kann.

Schlussfolgerungen

Die Intervention erzielte eine wachsende Kosteneffektivität mit steigender Anzahl eingeschlossener Patienten und Fallbetreuern. Kooperationen zwischen Finanzierungsträgern liegen nahe, um Kosten zu minimieren und den Nutzen von Versicherten zu maximieren. Befunde sollten jedoch zuvor mittels individueller Verlaufsdaten (Bottom-up-Ansatz) bestätigt werden.

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Literatur
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