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01.09.2014 | übersicht | Ausgabe 3/2014

neuropsychiatrie 3/2014

Burnout – eine sinnvolle Diagnose? Kritische Überlegungen zu einem populären Begriff

Zeitschrift:
neuropsychiatrie > Ausgabe 3/2014
Autoren:
Dr. Matthias Thalhammer, Dr. Klaus Paulitsch

Zusammenfassung

Bei Burnout handelt es sich um ein für die Psychiatrie relevantes Phänomen. Viele Menschen erleben sich in ihrer Arbeit als überfordert. Der Begriff Burnout ist nicht stigmatisierend und erleichtert Hilfesuchenden den Kontakt zur Psychiatrie. Das Burnout-Syndrom wurde 1974 erstmals beschrieben. Mittlerweile existieren zahlreiche, teilweise widersprüchliche Definitionen und Erklärungsansätze für Burnout bzw. das Burnout-Syndrom. Gemessen wird Burnout fast ausschließlich über das Maslach Burnout Inventory. Dieses eignet sich weder zur Unterscheidung von „krank“ und „nicht krank“ noch zur Abgrenzung von Burnout gegenüber psychischen Störungen wie der Depression. Aufgrund der mangelnden Abgrenzbarkeit und der konzeptuellen Widersprüche ist nicht davon auszugehen, dass das Burnout-Syndrom als eigenständiges Störungsbild Eingang in moderne Diagnosesysteme finden wird. Burnout gemäß dem Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde als längerfristige Arbeitsüberforderung und beachtenswerten Risikozustand für psychische und somatische Erkrankungen zu definieren, scheint wissenschaftlich konsequent und klinisch sinnvoll zu sein.

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