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28.08.2019 | Originalien

Hypokalzämie nach totaler Thyreoidektomie: Welche Patienten sind gefährdet?

Zeitschrift:
Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel
Autoren:
Dr. med. B. Kern, T. Peters
Wichtige Hinweise
Aktualisierung von: Kern B, Peters T (2010) Hypokalzämie nach totaler Thyreoidektomie: Welche Patienten sind gefährdet? J Klin Endokrinol Stoffw. 3(4):32–35.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Die Hypokalzämie bedingt durch eine Dysfunktion der Nebenschilddrüsen ist eine mögliche Komplikation nach totaler Thyreoidektomie. Die Inzidenz des passageren Hypoparathyreoidismus liegt bei 8 %, die des permanenten Hypoparathyreoidismus bei 1,5 %. Ursachen sind hauptsächlich die Devaskularisation oder die akzidentielle Entfernung der Nebenschilddrüse intraoperativ. Üblicherweise erfolgen nach totaler Thyreoidektomie repetitive Kalziumkontrollen, um einer symptomatischen Hypokalzämie vorzubeugen. Durch die intraoperative Parathormonmessung können Patienten mit postoperativem Hypoparathyreoidismus frühzeitig erkannt und behandelt werden. Dadurch sind auch immer kürzere Spitalsaufenthalte möglich. Ein postoperatives intaktes Parathormon unterhalb des Normwerts oder ein intraoperativer Abfall >75 % vom Ausgangswert zeigen zuverlässig gefährdete Patienten an, welche prophylaktisch behandelt werden sollten.

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Literatur
Über diesen Artikel