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06.11.2019 | Originalien Open Access

Addison-Krise – Strategien zu Therapie und Prävention

Zeitschrift:
Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel
Autoren:
DDr. Christian Trummer, Dr. Birgit Ratz, Dr. Marlene Pandis, PhD Assoz.-Prof. PD Dr. Stefan Pilz, PhD PD Dr. Verena Theiler-Schwetz
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Die chronische Nebenniereninsuffizienz ist trotz adäquater Hormonersatzstrategien nach wie vor mit einer erhöhten Mortalität assoziiert. Der Grund hierfür liegt im Auftreten von Addison-Krisen, hervorgerufen durch einen Zustand eines akuten Cortisolmangels in erster Linie durch erhöhten Bedarf (beispielsweise bei Gastroenteritis, Infektionskrankheiten, inadäquater Medikamenteneinnahme etc.). Eine pragmatische Definition der Addison-Krise ist eine Verschlechterung des Allgemeinzustands mit absoluter (systolischer Blutdruck <100 mmHg) oder relativer Hypotonie (systolischer Blutdruck ≥20 mmHg niedriger als normalerweise) und mit typischen Symptomen, die sich innerhalb von 1–2 h nach parenteraler Glukokortikoid-Verabreichung deutlich verbessern. Durch die unspezifischen Symptome und das seltene Vorkommen einer Addison-Krise werden viele PatientInnen inadäquat behandelt. Regelmäßige Schulungen von PatientInnen mit primärer und sekundärer Nebenniereninsuffizienz zur Prävention einer Addison-Krise, zur Erkennung einer Krise und zum korrekten Management sind daher unerlässlich. Ziel ist das Erlernen der korrekten Hydrocortison-Dosissteigerung in Situationen mit erhöhtem Bedarf sowie der Handhabung des Notfallsets mit enthaltener Hydrocortison-Ampulle, die bei drohender Addison-Krise subkutan verabreicht werden sollte.
Literatur
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