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12.11.2019 | Gynäkologische Urologie | Originalien | Ausgabe 4/2019

Urologie in der Praxis 4/2019

Der chronisch rezidivierende Harnwegsinfekt bei der Frau

Zeitschrift:
Urologie in der Praxis > Ausgabe 4/2019
Autoren:
Dr. med. Joëlle Borer, Dr. med. Mara Meier
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Harnwegsinfekte gehören zu den häufigsten Infektionen insbesondere bei der jungen, sexuell aktiven Frau. Das Lebenszeitrisiko ist grösser als 50 %. Treten mehr als 3 Harnwegsinfekte pro Jahr oder mehr als 2 Harnwegsinfekte innert 6 Monaten auf, spricht man von chronisch, rezidivierenden Harnwegsinfekten. Eine gute Anamnese, inklusive Erfragung der Risikofaktoren, kann bereits Hinweise auf eine mögliche Ursache oder Differenzialdiagnose ergeben. Obligat ist die Urinuntersuchung mit Abnahme einer Urinkultur. Eine Diagnostik mittels Zystoskopie, Bildgebung und/oder urodynamischer Untersuchung wird bei der prämenopausalen Frau nicht routinemässig empfohlen. Bei atypischer Klinik oder komplizierten Infektionen sollte eine weitere Diagnostik erfolgen. Die Therapie der chronischen, rezidivierenden Harnwegsinfekte unterscheidet sich von der der einfachen akuten Zystitis nicht und sollte gemäss endemischer Resistenzlage empirisch gewählt und nach Erhalt der Urinkultur entsprechend angepasst werden. Die Studienlage für Präventionsmassnahmen der chronisch, rezidivierenden Harnwegsinfekte bei der Frau wird kontrovers diskutiert. Wichtig sind die Behandlung und das Vermeiden von Risikofaktoren. Es besteht die Möglichkeit einer immunstimulierenden Therapie mit inaktivierten Erregern. Eine Langzeitantibiotikaprophylaxe, als Ultimo Ratio, kann im Einzelfall mit der Patientin diskutiert werden.

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Literatur
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