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25.04.2018 | Originalien | Ausgabe 3/2018

Pädiatrie & Pädologie 3/2018

Fieber unbekannter Ursache im Kindesalter

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Ausgabe 3/2018
Autoren:
Prim. Univ. Prof. Dr. Wilhelm Kaulfersch, OA Dr. Carl Kaulfersch

Zusammenfassung

Fieber ist eines der häufigsten Symptome, das Familien dazu veranlasst, mit ihren Kindern eine medizinische Betreuung aufzusuchen, obwohl Fieber selbst keine Krankheit darstellt und nach Abheilung der ursächlichen Erkrankung meist spontan zurückgeht. Bleibt jedoch ein Fieber über 38,5 °C für länger als 8 Tage bestehen, ohne dass trotz ausführlicher Anamnese und einer gewissenhaften körperlichen Untersuchung eine Ursache festgestellt werden konnte, spricht man vom Fieber unbekannter Ursache (FUO). Zur weiteren Abklärung eines FUO sind meist mehrmalige Wiederholungen der Anamnese sowie der körperlichen Untersuchung nötig. Bei weiterer Unklarheit soll die Diagnostik zuerst mit einfachen orientierenden, in weiterer Folge mit gezielteren Laboruntersuchungen und radiologischen Verfahren erweitert werden. Durch diese Maßnahmen wurde es zunehmend leichter, die klinische Verdachtsdiagnose eines FUO in eine endgültige Diagnose einer nachweisbaren infektiologischen, autoimmunen oder malignen Erkrankung zu verlagern, sodass als echtes FUO lediglich eine Gruppe von 10 bis 30 % nicht diagnostizierbare Fälle übrigblieben. Es bleibt zu hoffen, dass durch die Einführung weiterer krankheitspräventiver Impfstoffe in die öffentlichen Impfprogramme sowie auch die Einführung neuer spezifischer und verbesserter Möglichkeiten der Labor- und Radiodiagnostik die Notwendigkeit einer FUO-Diagnose noch weiter abnehmen wird. Durch diese verbesserten Maßnahmen sollte es auch leichter werden, seltene, aber schwere Erkrankungen, wie die infektiöse Endokarditis, rechtzeitig und richtig zu behandeln.

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