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18.01.2021 | Augenheilkunde | fallbericht | Ausgabe 2/2021 Open Access

Spektrum der Augenheilkunde 2/2021

Disloziertes Dexamethason-Implantat in der Vorderkammer: ein Fallbericht

Zeitschrift:
Spektrum der Augenheilkunde > Ausgabe 2/2021
Autoren:
Bujar Berisha, Lukas Höflechner, Andreas Wedrich
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Hintergrund

Ozurdex® (Allergan Pharmaceuticals Ireland, Westport, Co. Mayo, Irland) ist ein intravitreales Implantat von 700 mcg Dexamethason, das für die Behandlung eines Makulaödems infolge eines retinalen Venenverschlusses, einer nichtinfektiösen posterioren Uveitis und einer diabetischen Makulopathie zugelassen ist. Erhöhter Augeninnendruck sowie Trübungen der kristallinen Linse sind bekannte Komplikationen. Seltener wird in der Literatur auch die unerwünschte Migration des Implantates in die Vorderkammer (VK) beschrieben. Laut Literatur erforderten die meisten Implantatdislokationen in die VK eine operative Entfernung oder Reposition in den Glaskörperraum. Wir berichten die erfolgreiche Repositionierung eines Ozurdex®-Implantats durch die medikamentöse Erweiterung der Pupille.

Falldarstellung

Eine 79-jährige Patientin entwickelte nach einer sekundären Intraokularlinsenimplantation ein persistierendes zystoides Makulaödem am linken Auge. Dieses wurde seit 3 Jahren mit intravitrealem Ozurdex® behandelt. Bei der geplanten Kontrolle 4 Wochen nach der letzten Behandlung wurde das Ozurdex®-Stäbchen in der VK zwischen Iris und Optik der Vorderkammerlinse (VKL) festgestellt. Es erfolgte eine medikamentöse Erweiterung der Pupille, um das dislozierte Stäbchen zu mobilisieren. Die anschließende Spaltlampenuntersuchung und Fundoskopie zeigten eine Rücklagerung des Ozurdex®-Implantates in dem Glaskörperraum.

Schlussfolgerungen

Die Entfernung des Ozurdex®-Stäbchens aus der VK ist notwendig, um eine Dekompensation des Hornhautendothels zu vermeiden. Wir empfehlen vor einer chirurgischen Intervention einen Repositionsversuch des Implantats durch die medikamentöse Erweiterung der Pupille.

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