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01.02.2016 | originalarbeit | Ausgabe 1/2016

Spektrum der Augenheilkunde 1/2016

Ärzteausbildung neu 2015: Facharztausbildung neu im Sonderfach Augenheilkunde und Optometrie an der Universitäts-Augenklinik Graz

Zeitschrift:
Spektrum der Augenheilkunde > Ausgabe 1/2016
Autoren:
Ao. Univ. Prof. Dr. Andrea Langmann, Gerald Langmann, Dieter F. Rabensteiner, Harald Zenz, Ingrid Boldin, Silke Hausberger, Beate Langner-Wegscheider, Christoph Mayer, Eva-Maria Pöschl, Christina Wohlfart, Stefan Palkovits, Andreas Wedrich

Zusammenfassung

Hintergrund

Am 29.5.2015 wurde vom österreichischen Bundesministerium für Gesundheit eine neue Ärzteausbildungsordnung erlassen, deren Ausbildungsinhalte und neuen Rasterzeugnisse am 19.6.2015 in der Generalversammlung der Österreichischen Ärztekammer beschlossen wurden. Für alle ab 1.6.2015 neu in die österreichische Ärzteliste eingetragenen KollegInnen ist die Umsetzung der Ärztenovelle somit gesetzlich gültig, was bedeutet, dass mit frühestens 1.3.2016 die erste Sonderfach-Grundausbildung und mit 1.6.2017 die erste Sonderfach-Schwerpunkt Ausbildung angeboten werden muss.

Material und Methode

Um auf diese Änderungen vorbereitet zu sein, arbeitete eine Arbeitsgruppe „AssistentInnen Ausbildung neu“ in 12 Sitzungen und 2 Workshops ein Konzept aus, das die Struktur, die Inhalte, nationale und internationale Voraussetzungen (ÖOG Rasterzeugnis, International Council of Ophthalmology, und European Board of Ophthalmology) und eine elektronische Dokumentation der neuen Ausbildung umfasste. Die Projektplanung erfolgte nach der RADAR Logik des EFQM Models (European Foundation for Quality Management).

Ergebnisse

Die in der neuen Ausbildungsordnung 36-monatige Facharzt-Grundausbildung wird in Graz in einen basics und einen intermediate level unterteilt. An diesen schließt sich die 27-monatige (3 mal 9 Monate) Facharzt–Schwerpunktausbildung als advanced level. Die Lernziele sind in allen Ebenen modular gegliedert und elektronisch abrufbar, sodass der Lernerfolg jederzeit vom Lehrenden und vom Auszubildenden einsehbar ist. Das parallel dazu laufende elektronisch dokumentierte Rotationssystem ermöglicht zudem eine optimierte, dem jeweiligen Ausbildungsstand des Auszubildenden angepasste Einteilung.

Schlussfolgerungen

Die in der neuen Ärzteausbildungsordnung 2015 geforderte Ausbildungsreform macht strukturelle Veränderungen im Sinne einer modularen Gestaltung der Facharztausbildung notwendig. Diese Anpassung wurde zum Anlass genommen, die Lerninhalte den nationalen und internationalen Empfehlungen anzupassen, die Rotationszeiten elektronisch zu dokumentieren und den Lernerfolg mit einem elektronischen Evaluierungsprozess zu begleiten.

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Literatur
Über diesen Artikel

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