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01.02.2016 | originalarbeit | Ausgabe 1/2016

Spektrum der Augenheilkunde 1/2016

Auswertung und Vergleich von kornealen und intraokularen Fremdkörpern an der Universitäts-Augenklinik Graz in den Jahren 2007–2013

Zeitschrift:
Spektrum der Augenheilkunde > Ausgabe 1/2016
Autoren:
Dr. Wilfried Glatz, Lisa Tarmann, Marlene Schörkhuber, Jutta Berglöff, Domagoj Ivastinovic, Andreas Wedrich

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Verletzungen des Auges durch korneale und intraokulare Fremdkörper stellen häufige und bedeutende Diagnosen in der Notfallambulanz jeder Augenklinik dar. In dieser Arbeit sollen diese beiden Verletzungen gegenübergestellt und hinsichtlich Unfallursache, Frequenz über die Jahre, Geschlechterverteilung und zeitlichem Verlauf des Auftretens miteinander verglichen werden.

Material und Methode

Es erfolgte eine retrospektive Datenanalyse aller PatientInnen mit diesen beiden Verletzungen aus den Jahren 2007–2013 unserer Notfallambulanz. Alle erhobenen Daten stammen aus der elektronischen Krankenakte unserer Klinik (FileMaker Inc., v3–6 und EyMed).

Resultate

Insgesamt verzeichneten wir in diesem Zeitraum 12.890 Vorstellungen mit kornealem bzw. 110 mit intraokularem Fremdkörper. Während Männer zu 96,9 % bzw. 92,1 % von diesen Verletzungen betroffen sind, ist der Frauenanteil mit 3,1 % bzw. 7,9 % signifikant geringer. Die Frequenz der Vorstellungen mit Hornhautfremdkörper nimmt über die Jahre konstant von 2077 auf 1615 ab, die Zahl der Verletzungen mit intraokularem Fremdkörper bleibt konstant. Die häufigste Ursache einer Verletzung mittels Hornhautfremdkörper ist der Arbeitsunfall, Verletzungen mit intraokularem Fremdkörper passieren häufiger im privaten Bereich.

Schlussfolgerung

Wenngleich die Frequenz der Vorstellungen mit kornealen Fremdkörpern über die Jahre abgenommen hat, sollten Schutzbrillen vor allem auch im privaten Bereich getragen werden, um Verletzungen mit intraokularem Fremdkörper zu vermeiden.

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Literatur
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