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01.12.2016 | Ausgabe 10/2016

ProCare 10/2016

Wie valide und reliabel kann das Delirrisiko eingeschätzt werden?

Systematischer Review über die Qualität der Delirium Observation Screening Scale (DOS-Skala)

Zeitschrift:
ProCare > Ausgabe 10/2016
Autoren:
Gerhard Müller, Jutta Wetzlmair, Petra Schumacher, Monika Lechleithner

Zusammenfassung

Hintergrund

Um die Diagnose Delir zu behandeln, ist die Aufmerksamkeit aller medizinischen Disziplinen gefordert. Pflegepersonen nehmen in der Früherkennung eine Schlüsselrolle ein, weil sie Screening-Skalen zur Risikoeinschätzung, wie die Delirium Observation Screening Scale (DOSSkala), dafür einsetzen können. Studienergebnisse zu psychometrischen Eigenschaften der Skala wurden bis dato in keiner deutschsprachigen Übersichtsarbeit zusammengefasst.

Ziel der Arbeit

Beschreibung des Aufbaus sowie Vorstellung instrumentenbezogener Güte- und Nebengütekriterien der DOS-Skala.

Methode

Zwei unabhängige Personen suchten getrennt von September 2014 bis Februar 2015 mit definierten Suchbegriffen (delirium [MeSH] AND delirium observation screening scale; delirium [MeSH] AND psychometric properties) in den Datenbanken PubMed via MEDLINE, CINAHL, Academic Search Elite und Cochrane Library, PubPsych, Psyndex und DIMDI.

Ergebnisse

Neben der gegebenen internen Konsistenz (α = 0,77–0,96) liegt eine Konstruktvalidität zum IQCODE, zu bereits bestehenden psychiatrischen Diagnosen und zum Barthel-Index vor. Die Übereinstimmungsvalidität wurde an mehreren Instrumenten erfolgreich geprüft. Die Sensitivität (81,8–100%) und Spezifität (76,6–96,6%) der Skala zeigen hohe Werte. Die Resultate zur AUC (0,93–0,98) weisen auf eine gute Diskriminierung der Skala hin. Die Praktikabilität der Skala wird als anwenderfreundlich beschrieben.

Schlussfolgerung

Die Skala verfügt über eine ausreichende Homogenität und Kriteriumsvalidität. Sie ist ein praktikables Instrument für die tägliche Pflegepraxis.

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Literatur
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