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01.11.2014 | originalarbeit | Ausgabe 5/2014

Spektrum der Augenheilkunde 5/2014

Verzögern häufige Jodkurbehandlungen die Progression des Verlustes der Sehschärfe bei Patienten mit trockener AMD? Eine Datenauswertung über 25 Jahre

Zeitschrift:
Spektrum der Augenheilkunde > Ausgabe 5/2014
Autoren:
Dr. Birgit Spitzer-Sonnleitner, Dr. Walter Loos, Univ. Prof. Dr. Gebhard Rieger, Dr. Wolfgang Schimetta

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Altersassoziierte Maculopathie (AMD) stellt in der industrialisierten Welt die häufigste Ursache für den Verlust der Lesefähigkeit dar und ist ein häufiger Grund für praktische Blindheit. Eine umfassende kausale Therapie der trockenen AMD ist bislang nicht bekannt. Sie beschränkt sich auf die Reduktion der Risikofaktoren, Stärkung der antioxidativen Systeme, Verabreichung von Omega-3-Fettsäuren und Xantophyllen. In der Age-Related Eye Disease Study (AREDS 2) wird für Hochrisikopatienten die Wirksamkeit von Omega-3-Fettsäuren nicht bestätigt. Jod-Augentherapien (Iontophoresen) werden seit vielen Jahrzehnten als Therapieform der trockenen AMD eingesetzt. Diese Untersuchung soll einen Beitrag zur Objektivierung der häufig positiven subjektiven Beurteilung der Therapie durch die Patienten liefern.

Material und Methode

Daten von 365 Patienten mit trockener AMD aus 25 Jahren wurden einer Analyse bezüglich der Abnahme der Sehschärfe bei häufiger Iodid-Ophthalmo-Iontophorese unterzogen.

Resultate

Die Kurfrequenz hat keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Visusverschlechterung bei AMD-Patienten. Haupteinflussgrößen sind Alter und Ausgangsvisus (jeweils p < 0,05).
Der Verlust der Sehschärfe pro Jahr betrug bei Patienten einer Subgruppe, die sich mindestens viermal in fünf Jahren einer Jodkur unterzogen haben, im Mittel 0,14 DIN-Stufen/Jahr. Im Vergleich dazu betrug der durchschnittliche Verlust der Sehschärfe 0,6 DIN-Stufen/Jahr in der nichtbehandelten Gruppe der ARED-Studie (Report 28).

Schlussfolgerung

Jodid-Augen-Iontophoresen könnten einen verzögernden Effekt der Sehschärfenverschlechterung bei der trockenen AMD bringen, obwohl sich die Behandlungsfrequenz nicht als Einflussfaktor herausstellte.Demgemäß würde sich eine Abklärung dieser Hypothese durch weitere fundierte Untersuchungen empfehlen.

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Literatur
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