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11.06.2020 | Originalien Open Access

Update Fertilitätsprotektion bei Mädchen, Adoleszentinnen und Frauen

Zeitschrift:
Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Österreich
Autoren:
MA Dr. med. Bettina Böttcher, Bettina Toth
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Die Fertilitätsprotektion, insbesondere bei Frauen, hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Aufgrund steigender Heilungsraten bei Krebserkrankungen bei jungen Frauen rückt die Bedeutung einer späteren Familienplanung zunehmend in den Fokus. Dennoch erhält nicht jede Patientin vor einer gonadotoxischen Chemo- und/oder Strahlentherapie eine adäquate Beratung über die verfügbaren fertilitätsprotektiven Methoden, die die individuelle Situation, Erkrankung, geplante Therapie, Prognose und persönlichen Wünsche berücksichtigt. Der Entscheidungsprozess ist weiterhin eine Herausforderung für alle beteiligten Disziplinen wie die Onkologie, Chirurgie, Urologie, Gynäkologie, Reproduktionsmedizin, Pädiatrie und Strahlentherapie. Aktuelle Methoden der Fertilitätsprotektion bei Frauen beinhalten die Kryokonservierung von befruchteten und/oder unbefruchteten Eizellen, die Kryokonservierung von Ovarialgewebe, die Verlagerung der Ovarien aus dem kleinen Becken vor einer Strahlentherapie und die medikamentöse Behandlung mittels Gonadotropin-Releasing-Hormon(GnRH)-Analoga. Verschiedene Forschungsgruppen beschäftigen sich aktuell mit der Optimierung des Überlebens der Follikel im entnommenen Ovarialgewebe, der Minimierung des Risikos, maligne Zellen zu transplantieren, mit Möglichkeiten, das Ovar besser vor chemotherapeutischen Schäden zu schützen, und der Entwicklung eines sogenannten „künstlichen Ovars“. Aktuelle Methoden und Zukunftsperspektiven der Fertilitätsprotektion bei Frauen werden in diesem Artikel dargestellt.
Literatur
Über diesen Artikel