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01.12.2013 | Psychiatrie | Ausgabe 6/2013

psychopraxis. neuropraxis 6/2013

Spielsucht – Alkoholabhängigkeit: „Zwei Süchte, eine Behandlung?“

Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Diagnostik und Behandlung von Patienten mit pathologischem Glücksspiel und Patienten mit Alkoholabhängigkeit

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Ausgabe 6/2013
Autoren:
M. Peter, R. Mader, M. Musalek

Zusammenfassung

Während die Zuordnung der Alkoholabhängigkeit in Diagnosemanualen wie ICD-10 und DSM-IV zu den Suchterkrankungen seit Jahrzehnten unbestritten ist, ist die Einordnung des pathologischen Glücksspiels nicht endgültig geklärt, obwohl Alkoholabhängigkeit und pathologisches Glückspiel Gemeinsamkeiten bei sämtlichen Suchtkriterien aufweisen. Der Verlauf der Glücksspielsucht ist typischerweise charakterisiert durch eine Einstiegsphase, eine kritische Gewöhnungsphase und eine Verzweiflungsphase. Während bei der Glücksspielsucht eine rasche Progression binnen eines Jahres bereits zu einer chronischen Abhängigkeit führen kann, erfordert die Entstehung einer chronischen Alkoholabhängigkeit einen mehrjährigen schädlichen Gebrauch im Vorfeld. Bei Glücksspielabhängigen spielt der Einfluss von außen, bezogen auf den Einstieg ins Glücksspiel (Auslösesituation), eine erhebliche Rolle. Die Mehrheit der Spieler gelangt über Dritte zum Erstkontakt, beim fortgesetzten, problematischen Glücksspielen hat der soziale Aufforderungscharakter als aufrechterhaltender Faktor einen geringeren Einfluss als bei Alkoholabhängigen. Unterschiede gibt es vor allem bei der Ausprägung von Komorbiditäten und den Folgen aus der Suchterkrankung. Diese liegen bei Spielsüchtigen eher im psychischen und sozialen Bereich, während bei Alkoholabhängigen die Folgeerkrankungen einen erheblichen Einfluss haben.

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Literatur
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