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01.12.2013 | Psychiatrie | Ausgabe 6/2013

psychopraxis. neuropraxis 6/2013

Schwangerschaft und Sucht

Multiprofessionelle Behandlung von substanzabhängigen schwangeren Frauen

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Ausgabe 6/2013
Autoren:
Mag. L. Brandt, G. Fischer

Zusammenfassung

Die Substanzabhängigkeit ist europaweit mit 65,7 Mrd. € pro Jahr die fünftteuerste psychiatrische Erkrankung. In Europa weisen über 60.000 schwangere Frauen einen chronischen Missbrauch illegaler Substanzen auf, von denen etwa die Hälfte Opioide konsumiert. Ein Drittel dieser Frauen ist im gebärfähigen Alter, mit steigender Tendenz. Mehr als 60% weisen darüber hinaus mindestens eine psychiatrische Komorbidität auf. State-of-the-art-Therapie bei Opioidabhängigkeit in der Gravidität ist eine Behandlung mit den synthetischen Opioiden Methadon oder Buprenorphin in einem multiprofessionellen Setting mit umfassender medizinische Betreuung der betroffenen Frauen und ihrer Neugeborenen. Eine standardisierte Diagnostik und Behandlung, vergleichbar mit dem Vorgehen bei schwangeren Frauen, empfiehlt sich für die Neugeborenen und das neonatale Abstinenzsyndrom, das bei etwa 60% der intrauterin opioid-exponierten Neugeborenen auftritt. Eine frühe Investition in ein multiprofessionelles Behandlungsmodell verbessert nicht nur die Lebensqualität der Frauen und Kinder, sondern führt zu einer Reduktion gesellschaftlicher Kosten.

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