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20.03.2018 | Psychiatrie Psychosomatik Psychotherapie | Psychiatrie | Ausgabe 4/2018 Open Access

psychopraxis. neuropraxis 4/2018

Lithiumtherapie bei älteren Patienten mit bipolarer Erkrankung

Teil 2: Chronische Niereninsuffizienz

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Univ.-Prof. Dr. Armand Hausmann, Julia Dehning
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

In der Online-Version dieses Artikels (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00739-018-0459-1) finden Sie weiterführende Literatur zum Thema.

Zusammenfassung

Lithiuminduzierte chronische aber potenziell reversible Nierenveränderungen sind eine Polyurie und eine renale reduzierte Konzentrationsfähigkeit. Dauert die Symptomatik über 6 Jahre an, kann es zu einem irreversiblen nephrogenen Diabetes insipidus (NDI) kommen. Polyurie, Durst und Polydipsie scheinen bei Älteren symptomatisch weniger ausgeprägt zu sein als bei jüngeren Erwachsenen, wobei die reduzierte Harnosmolarität einen Hinweis auf einen vorhandenen Diabetes insipidus liefert. Die Lithiumtherapie ist auch mit anderen chronischen aber potenziell nicht reversiblen chronischen Nephropathien (CKD) assoziiert. Risikofaktoren zur Progression zu einer renalen Insuffizienz stellen eine bereits vorgeschädigte Niere, weibliches Geschlecht, hohe Lithiumdosen, die Dauer der Therapie, Lithiumintoxikationen oder die Entwicklung eines NDI dar. Eine niedrig dosierte Lithiumlangzeitgabe bei älteren Patienten hat keine Beeinträchtigung der renalen Funktion zur Folge. So kann man zusammenfassen, dass die Dosis das Gift macht. Lithium kann in einigen raren Fällen zum Endstadium einer Niereninsuffizienz (ESRD) führen. Dies macht ein kontinuierliches Monitoring umso wichtiger. Bei der Lithiumtherapie älterer Patienten gilt es, das individuelle Risiko einer Nierenschädigung mit dem Benefiz einer affektiven Stabilität über Jahre hinweg gut abzuwägen.
Zusatzmaterial
Weiterführende Literatur
739_2018_459_MOESM1_ESM.docx
Literatur
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