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08.08.2019 | Originalien | Ausgabe 3/2019 Open Access

Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Österreich 3/2019

Prämature Ovarialinsuffizienz: ESHRE-Leitlinien und aktuelle Studien

Zeitschrift:
Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Österreich > Ausgabe 3/2019
Autoren:
Dr. Katharina Feil, Dr. Anna Lena Zippl, Prof. Dr. Bettina Toth
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Der Verlust der Ovarialfunktion vor dem 40. Lebensjahr wird als prämature Ovarialinsuffizienz (POI) bezeichnet und tritt mit einer Prävalenz von 1 bis 2 % auf. Eine POI liegt vor, wenn eine Amenorrhö bzw. Oligomenorrhö seit 4 Monaten besteht und das FSH mindestens zweimalig im Abstand von 4 Wochen >25 IU/ml liegt. Genetische Erkrankungen, Autoimmunopathien wie auch gonadotoxische Therapien können ursächlich sein, der wahrscheinlich größte Anteil ist jedoch idiopathisch. Bei einer manifesten POI liegt die spontane Schwangerschaftsrate bei 1,5 bis maximal 5 %, meist ist bei Kinderwunsch eine Eizellspende unumgänglich. Vor allem vor einer gonadotoxischen Therapie sollte daher immer eine Beratung bezüglich Fertilitätsprotektion an einem spezialisierten Zentrum erfolgen. Frauen mit POI haben aufgrund eines erhöhten Risikos für kardiovaskuläre Erkrankungen eine reduzierte Lebenserwartung. Auch eine Osteoporose tritt gehäuft auf, ebenso wie andere Östrogenmangelsymptome. Eine Hormonersatztherapie ist bis zum Eintritt des normalen Menopausenalters indiziert.
Literatur
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