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08.05.2018 | Anästhesie & Intensivmedizin | Ausgabe 4/2018

Wiener klinisches Magazin 4/2018

Perioperativer Umgang mit Antikoagulation

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Dr. Johann F. Lock, Dr. Johanna Wagner, Dr. Verena Luber, Prof. Dr Ulrich A. Dietz, Sven Lichthardt, Niels Matthes, PD Dr. Katica Krajinovic, Prof. Dr. Christoph‑Thomas Germer, Prof. Dr. Stefan Knop, PD Dr. Armin Wiegering
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Die Onlineversion dieses Beitrags (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00740-018-0230-5) enthält den Fragebogen „Perioperative Antikoagulation (elektiv). (Mit freundlicher Genehmigung des Universitätsklinikums Würzburg)“. Beitrag und Zusatzmaterial stehen Ihnen im elektronischen Volltextarchiv auf http://​www.​springermedizin.​de/​der-chirurg zur Verfügung. Sie finden das Zusatzmaterial am Beitragsende unter „Supplementary Material“.
J. F. Lock und J. Wagner haben zu gleichen Teilen zur Erstellung des Beitrags beigetragen.
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Der Chirurg 2018 · 89:95–102 https://​doi.​org/​10.​1007/​s00104-017-0526-9 erstveröffentlicht. Zweitpublikation mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Zusammenfassung

Eine zunehmende Anzahl an Menschen in Deutschland erhält eine langfristige prophylaktische Antikoagulation mit Phenprocoumon oder einem der neuen direkten oralen Antikoagulanzien (NOAK) wie Dabigatran, Rivaroxaban und Apixaban. Die mit großem Abstand häufigste Indikation zur oralen Antikoagulation ist Vorhofflimmern (ca. 75 % der Betroffenen), bei welchem das Risiko für ein embolisches Ereignis, insbesondere Apoplex, durch eine Antikoagulation um ca. 60 % verringert werden kann. Operative Eingriffe, die unter einer solchen Antikoagulation durchgeführt werden, können schwerwiegende Blutungskomplikationen nach sich ziehen. Dem gegenüber steht das erhöhte Thromboembolierisiko im Falle einer Pausierung. Für den präoperativen Umgang mit der Antikoagulation müssen das eingriffsspezifische Blutungsrisiko, das thromboembolische Risiko sowie weitere Faktoren wie Patientenalter und Nierenfunktion individuell berücksichtigt werden. Zeigt sich nach Prüfung des individuellen Risikoprofils einerseits ein nicht akzeptables Blutungsrisiko bei Fortführung der oralen Antikoagulation als auch ein nicht akzeptables Thromboembolierisiko bei perioperativem Absetzen der oralen Antikoagulation, sollte nach heutigem Stand eine perioperative Überbrückung („bridging“) mit Heparinen erfolgen. Durch Bridging kommt es jedoch zu erhöhten Blutungskomplikationen im Vergleich zum Pausieren der Antikoagulation. Ein undifferenziertes Bridging aller Patienten mit Vorhofflimmern oder oraler Antikoagulation wird daher nicht empfohlen, dies sollte anhand des individuellen Risikoprofils entschieden werden.

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Zusatzmaterial
Fragebogen: Perioperative Antikoagulation (elektiv). (Mit freundl. Genehmigung des Universitätsklinikums Würzburg).
740_2018_230_MOESM1_ESM.pdf
Literatur
Über diesen Artikel

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