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10.09.2018 | Pädiatrie | Originialien | Ausgabe 5/2018 Open Access

Pädiatrie & Pädologie 5/2018

Verletzungsmuster von Kindern und Jugendlichen auf steirischen Skipisten

Auswertung der Unfallzahlen von Skigebieten des steirischen Pistengütesiegels

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Ausgabe 5/2018
Autoren:
Ass. Prof. PD Dr. Christoph Castellani, Georg Singer, Thomas Petnehazy, Daniela Wernitznigg, Holger Till

Zusammenfassung

Wintersport hat eine lange Tradition in Österreich. Neben den Aspekten der Erholung und der sportlichen Betätigung für den einzelnen Wintergast spielt der Wintersport auch eine wichtige ökonomische Rolle. Das Steirische Pistengütesiegel hat die Optimierung infrastruktureller Verhältnisse zur Reduktion der Unfallzahlen in steirischen Skigebieten zum Ziel. Für jeden Unfall, bei dem die Anwesenheit des Pistenrettungsdiensts benötigt wird, wird routinemäßig ein Unfallbogen ausgefüllt. Für diese Studie wurden die Unfallbögen der Saison 2014/2015 mit besonderem Augenmerk auf das Verletzungsmuster von Kindern und Jugendlichen ausgewertet. Zusätzlich wurden – wenn verfügbar – die Krankenhausdaten der Patienten erhoben. Bei 1844 erfassten Pistenunfällen waren 464 Kinder und Jugendliche betroffen. Der häufigste Unfallort war die Pistenmitte, wobei sich die Verletzungen vor allem um die Mittagszeit und in den frühen Nachmittagsstunden ereigneten. Der Großteil der Verletzten wurde mit Schneemobil, Liftanlage oder Akija abtransportiert. In fast 10 % der Unfälle war der Einsatz des Rettungshubschraubers erforderlich. Es zeigten sich Häufungen der Verletzungen im Bereich von Unterarm, Knie, Unterschenkel und Schulter. Bei einer Analyse der Wintersportarten zeigte sich eine Häufung der Unterarmläsionen bei Snowboardern und der Knie- und Unterschenkelverletzungen bei Skifahrern. Frakturen erlitten 52,1 % aller Verletzten. Eine stationäre Krankenhausbehandlung war bei 22,7 % der Fälle erforderlich, wobei 44,2 % einen operativen Eingriff benötigten. Hinsichtlich zukünftiger Präventionsstrategien muss vor allem auf die Pistenmitte als Unfallort fokussiert werden. Die Häufung von Knie- und Unterschenkelverletzungen bei Skifahrern sollte zu einer jährlich erforderlichen Kontrolle von Skibindungen und Skischuhen durch Fachbetriebe veranlassen.
Literatur
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