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06.03.2020 | Pädiatrie | Originalien | Ausgabe 2/2020

Pädiatrie & Pädologie 2/2020

Autismuszentrum Sonnenschein

Entstehung, Angebote und Evaluation

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Ausgabe 2/2020
Autoren:
MSc Prim. Dr. Sonja Gobara, MSc Mag. Sabine Seiberl, MSc Dr. Rosemarie Felder-Puig
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Mit der Eröffnung des österreichweit ersten Autismuszentrums in St. Pölten im Oktober 2015 ist es gelungen, das Angebot für Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung und deren Familien maßgeblich zu verbessern. Die Schwerpunkte liegen in Früherkennung und intensiven verhaltenstherapeutischen Interventionen. Das Diagnostik- und Therapieangebot ist für die Familien kostenfrei, dank einer Kooperation zwischen dem Land Niederösterreich und der NÖ Gebietskrankenkasse.
Das multidisziplinäre Team besteht aus spezialisierten Ärztinnen und Vertreterinnen und Vertretern der Fachrichtungen Psychologie, Ergotherapie, Logopädie, Musiktherapie und Sonder- und Heilpädagogik, jeweils mit spezifischer Ausbildung in einer der evidenzbasierten Therapiemethoden. Der diagnostische Prozess erfolgt interdisziplinär und erfordert einen hohen Zeit- und Personalwand. Bis dato wurde bei knapp über der Hälfte der zugewiesenen Kinder die Diagnose verifiziert. Die intensive ambulante, aber auch aufsuchende, Therapie findet unter Einbeziehung der Eltern 2–3 Mal wöchentlich über 2–3 Jahre statt. Parallel dazu erfolgt ein kontinuierlicher Wissenstransfer an niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Pädagoginnen und Pädagogen in Kindergarten und Schule und andere relevante Berufsgruppen.
Eine seit Eröffnung des Zentrums geplante Evaluation fand zwischen 2016 und 2018 statt und brachte sehr gute Ergebnisse. So wird das jeweils primäre Ziel, das zu Therapiebeginn formuliert wird, bereits nach einem halben Jahr in 70 % der Kinder vollständig und bei fast allen anderen zum Teil erreicht. Auch die Eltern sahen bei ihren Kindern durchwegs positive Veränderungen. Bei zwei Drittel der Kinder manifestierten sich diese auf verschiedenen Ebenen. Mit der Betreuung im Autismuszentrum waren die Eltern sehr zufrieden.

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Literatur
Über diesen Artikel

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