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Erschienen in: Pädiatrie & Pädologie 3/2015

01.06.2015 | Originalien

Essstörungen – das Leiden am Überfluss

verfasst von: Univ.-Prof. Dr. P. Scheer

Erschienen in: Pädiatrie & Pädologie | Ausgabe 3/2015

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Zusammenfassung

Den Menschen in den sogenannten „entwickelten“ Teilen der Welt steht heute Nahrung im Überfluss zur Verfügung. Dafür ist der Mensch phylogenetisch nicht geschaffen und kann deshalb nicht adäquat damit umgehen. Natürliche ist es, um Essen kämpfen zu müssen. So kommt es einerseits zur Sucht nach Essen, obwohl bereits genügend Nahrung aufgenommen wurde, und andererseits zu Essstörungen wie Magersucht, Ess-Brechsucht sowie Fütterungs- und Gedeihstörungen beim Kleinkind. Dicksein ist die häufigste Essstörung der Welt mit den Folgen Bluthochdruck, der zu Schlaganfall führen kann, Diabetes, Arteriosklerose und vielen anderen Erkrankungen. Bei Jugendlichen resultieren Essstörungen aus dem Wunsch nach gesellschaftlicher Anpassung und dem Verlangen, dazuzugehören. Sie äußern sich etwa darin, dass angebotenes Essen verweigert wird. Auch Früh- und Mangelgeburten entwickeln oft Essstörungen. Nach Intensivpflege und Ernährungssonde konnten sie das Essen nicht lernen. Der Beitrag gibt Einblick in die mehrjährige Arbeit des Autors, diese Esstörungen zu beachten und erfolgreich zu behandeln.
Metadaten
Titel
Essstörungen – das Leiden am Überfluss
verfasst von
Univ.-Prof. Dr. P. Scheer
Publikationsdatum
01.06.2015
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Pädiatrie & Pädologie / Ausgabe 3/2015
Print ISSN: 0030-9338
Elektronische ISSN: 1613-7558
DOI
https://doi.org/10.1007/s00608-015-0255-6