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01.12.2013 | originalarbeit | Ausgabe 6/2013

Spektrum der Augenheilkunde 6/2013

Die Häufigkeit der Meibom-Drüsen-Dysfunktion bei PatientInnen mit Beschwerden des Trockenen Auges in einer klinischen Population

Zeitschrift:
Spektrum der Augenheilkunde > Ausgabe 6/2013
Autoren:
Haleh Aminfar, Dieter Franz Rabensteiner, Ingrid Boldin, Gerold Schwantzer, Christine Wachswender, Petra Wochesländer, Priv.-Doz. Dr. Jutta Horwath-Winter
Wichtige Hinweise
Haleh Aminfar und Dieter Franz Rabensteiner haben als Autoren gleichermaßen zu dieser Arbeit beigetragen.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Meibom-Drüsen liegen in den Tarsalplatten der Augenlider und tragen zur Bildung der oberflächlichen Fettschicht des Tränenfilms bei. Diese reduziert die Verdunstung der Tränenflüssigkeit, verbessert deren Stabilität, schützt die Augenoberfläche und ist für eine gute visuelle Funktion essentiell. Die Meibom-Drüsen-Dysfunktion (Meibomian Gland Dysfunction, MGD) stellt eine häufige Erkrankung dar. Sie kann zur Entwicklung eines durch vermehrte Verdunstung bedingten Trockenen Auges führen. Ziel dieser Studie war es, die Häufigkeit der MGD innerhalb einer klinischen Population bei PatientInnen mit Beschwerden des Trockenen Auges zu erheben.

Material und Methode

Es wurden die Krankengeschichten von 1372 konsekutiven PatientInnen mit Beschwerden eines Trockenen Auges aus dem Spezialbereich für Benetzungsstörungen der Ambulanz der Universitäts-Augenklinik der Medizinischen Universität Graz, Österreich aus dem Zeitraum von 2004 bis 2010 retrospektiv ausgewertet. Dabei wurden subjektive Symptome und objektive Tränenfilm- und Augenoberflächenparameter analysiert. Als Zeichen einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion wurden das Vorhandensein von Teleangiektasien, Rötung und Irregularität der Lidkanten, Verlagerung der Öffnungen der Meibom-Drüsen, sowie Veränderungen der Exprimierbarkeit und/oder Qualität des Meibom-Drüsen-Sekrets gewertet.

Resultate

In Summe zeigte sich bei 70,3 % der PatientInnen eine MGD. Das mittlere Alter dieser PatientInnen betrug 55,3 ± 16,6 Jahre, 70,9 % davon waren weiblich. 52,1 % der MGD-PatientInnen hatten Schirmer Werte ≤ 10 mm/ 5 min, 30,1 % ≤ 5 mm/5 min. Eine MGD in Kombination mit einer Blepharitis anterior zeigte sich bei 9,5 % und ein Sjögren-Syndrom konnte bei 4 % der MGD-PatientInnen diagnostiziert werden. Bezüglich der Beschwerdeintensität zeigte sich kein Unterschied im Vergleich zu den anderen PatientInnen.

Schlussfolgerung

Die MGD spielt eine wesentliche Rolle bei PatientInnen mit Beschwerden im Sinne eines Trockenen Auges innerhalb dieser großen, klinischen Population in Österreich. Sehr häufig konnte bei MGD-PatientInnen auch das zusätzliche Vorliegen einer reduzierten Tränensekretion festgestellt werden.

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Literatur
Über diesen Artikel

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