Das Zusammenwirken von Rhodiola rosea (Eisenwurz) und Antidepressiva
- 01.03.2015
- fallbericht
- Verfasst von
- Dr. Ignazio Maniscalco
- Elda Toffol
- Giancarlo Giupponi
- Andreas Conca
- Erschienen in
- neuropsychiatrie | Ausgabe 1/2015
Zusammenfassung
Anliegen
Rhodiola rosea (Eisenwurz) ist eine Hochgebirgspflanze aus den arktischen Gebieten Europas und Asiens, die als einzige aller Rhodiola-Arten spezifische Wirkstoffe, nämlich die Phenylpropanoide, beinhaltet. Rhodiola rosea wirkt beruhigend, antidepressiv, antriebssteigernd und stressmodulierend und moduliert Dopamin und Serotonin im Gehirn; Extrakte aus dem Rhizom können in Kombination mit anderen Arzneimitteln Nebenwirkungen mit sich bringen.
Methode
Anhand eines Fallberichts soll dieser Zusammenhang beschrieben werden.
Ergebnisse
Wir berichten über eine 68-jährige Patientin mit rezidivierender mittelgradiger Depression mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11), die unter der Selbstmedikation von Eisenwurz bei gleichzeitiger Einnahme von Paroxetin u. a. vegetative Syndrome, Unruhe-Gefühl und leichtes Zittern entwickelt hatte.
Schlussfolgerungen
Rhodiola rosea kann mit anderen Arzneimitteln pharmakokinetische sowie -dynamische Interaktionsphänomene auslösen. Das Auftreten der Symptome der Patientin lässt sich am ehesten als serotonerges Syndrom erklären. Aufgrund der weitverbreiteten Verschreibung der Pflanze sollte an Wechselwirkungen und Risikoprofile gedacht werden.
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- Titel
- Das Zusammenwirken von Rhodiola rosea (Eisenwurz) und Antidepressiva
- Verfasst von
-
Dr. Ignazio Maniscalco
Elda Toffol
Giancarlo Giupponi
Andreas Conca
- Publikationsdatum
- 01.03.2015
- Verlag
- Springer Vienna
- Erschienen in
-
neuropsychiatrie / Ausgabe 1/2015
Print ISSN: 0948-6259
Elektronische ISSN: 2194-1327 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s40211-014-0124-8
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