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01.03.2015 | originalarbeit | Ausgabe 1/2015

neuropsychiatrie 1/2015

Die Beziehung zwischen Yoga Immersion, psychologischem Wohlbefinden und psychiatrischer Symptomatik

Zeitschrift:
neuropsychiatrie > Ausgabe 1/2015
Autoren:
Lisza Gaiswinkler, PD DDr. Human Friedrich Unterrainer, Andreas Fink, Hans-Peter Kapfhammer

Zusammenfassung

Hintergrund

Wie durch zahlreiche Studien belegt werden konnte, zeigt sich ein signifikant positiver Zusammenhang zwischen dem Praktizieren von Yoga, als eine Form der spirituellen Übung und verschiedenen Parametern von psychischer als auch physischer Gesundheit.

Methode

Basierend auf einem konstruktpsychologischen Ansatz der Persönlichkeit wurde eine Skala zur Messung der Vertiefung (Immersion) in die Yoga-Lehren erstellt und an einer Stichprobe 233 (210 Frauen) non-klinischer ProbandInnen im Kontext verschiedener sozio­demographischer und etablierter psychometrischer Parameter zum psychischen Wohlbefinden und psychiatrischer Symptome validiert. Des Weiteren wurden die Yogapraktizierenden mit einer Kontrollgruppe bestehend aus 93 Gymnastikpraktizierenden (83 Frauen) hinsichtlich jener Parameter verglichen.

Ergebnisse

Das Ausmaß der Yoga Immersion (YI) kann mit Hilfe einer eindimensionalen YI-Skala (10 Items) hoch zuverlässig erfasst werden und zeigt sich mit Achtsamkeit (r = ,56; p < ,01), innerer Korrespondenz (r = ,61; p < ,01) und religiös/spirituellem Wohlbefinden (r = ,68; p < ,01) als stark positiv korreliert. Des Weiteren zeigten hoch Yoga-immersive Praktizierende ein signifikant höheres Ausmaß an psychologischem Wohlbefinden im Vergleich zu marginal/moderat Yoga-Immersiven und Gymnastikpraktizierenden. Auch ergab sich für die Yoga-Gruppe ein geringeres Ausmaß an psychiatrischer Belastung (z. B. Depressivität; p < ,01).

Schlussfolgerungen

Der allgemein positiv postulierte Zusammenhang zwischen Yoga und psychischer Gesundheit konnte bestätigt werden. Hierbei kommt dem Grad der YI eine zentrale Bedeutung zu. Weiterführende Forschung zur YI im Kontext verschiedener Parameter von psychischer als auch körperlicher Gesundheit und Krankheit könnte durch randomisiert-kontrollierte Studien vor allem mit klinischen Gruppen passieren.

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Literatur
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