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01.12.2012 | themenschwerpunkt | Ausgabe 23-24/2012

Wiener Medizinische Wochenschrift 23-24/2012

Bauchschmerzen, Blähbauch, Diarrhoe: Fruktosemalabsorption, Laktoseintoleranz oder Reizdarmsyndrom?

Zeitschrift:
Wiener Medizinische Wochenschrift > Ausgabe 23-24/2012
Autoren:
Dr. med. univ. Margaritha Litschauer-Poursadrollah, Sabine El-Sayad, Felix Wantke, Christina Fellinger, Reinhart Jarisch

Zusammenfassung

Blähbauch, Bauchkrämpfe, Durchfälle, gelegentlich auch Obstipation, Flatulenz und Übelkeit sind typische Symptome der Fruktosemalabsorption (Intestinale Fruktoseintoleranz – FIT) und/oder der Laktoseintoleranz (LIT). Andererseits sind diese Symptome auch typisch für das häufig diagnostizierte, multifaktorielle Reizdarmsyndroms. Bei Verdauungsbeschwerden sollte primär an diese häufigen Störungen des Kohlehydratmetabolismus gedacht werden, die durch einen H2-Atemtest diagnostiziert werden können.
Bei 1935 Patienten (526 m, 1409 w) wurde eine Fruktosetestung und bei 1739 Patienten (518 m, 1221 w) eine Laktosetestung durchgeführt. FIT wird bei unseren Patienten im ostösterreichischen Raum häufiger als LIT gefunden (57 versus 52 % (p < 0,02) bei Erwachsenen, 90 versus 62 % (p < 0,001) bei Kindern und ist bei Mehrfachintoleranzen am häufigsten mit Histamin Intoleranz (HIT) korreliert.
Kopfschmerzen (ca. 10 %), Müdigkeit (ca. 5 %) und Schwindel (ca. 3 %) können nach der Testung auftreten, unabhängig davon ob der Test positiv oder negativ war.
In 2/3 der Fälle führt eine fruktose- beziehungsweise laktosereduzierte Diät als Therapie der beiden Stoffwechselstörungen zu einer Besserung oder Beschwerdefreiheit.
Das Reizdarmsyndrom, welches häufig mit FIT (183 von 221 Patienten = 83 %) vergesellschaftet ist, kann durch relevante und nicht relevante Diäten gebessert werden. Dies spricht dafür, dass primär psychologische Ursachen verantwortlich sind.

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Literatur
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