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01.09.2014 | Psychiatrie | Ausgabe 4/2014

psychopraxis. neuropraxis 4/2014

Theorie und Praxis der Angstbewältigung

Behandlung einer Angsterkrankung im Rahmen einer psychiatrischen Tagesklinik

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Ausgabe 4/2014
Autoren:
Dr. G. Grundschober, M. Aigner

Zusammenfassung

Angststörungen gehören zu den häufigeren psychischen Störungen, zumal eine hohe Komorbidität mit anderen psychischen Erkrankungen besteht. Die Lebenszeitprävalenz liegt bei 15%. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wir Männer. Zwischen dem Alter der Patienten und dem Typ der Angststörung besteht eine enge Korrelation. Soziale Phobien treten bereits in der Pubertät auf. Panikstörungen gelten als Erkrankung der späten Adoleszenz und des jungen Erwachsenenalters. Generalisierte Angststörungen treten nicht selten erst nach dem 40. Lebensjahr auf. Viele Patienten haben nicht nur eine, sondern oft auch einer weitere Phobie. Das Rückzugs- bzw. Vermeidungsverhalten spielt bei der Chronifizierung von Angststörungen und der Reduktion des psychosozialen Funktionsniveaus eine wichtige Rolle. Mit dieser dysfunktionalen Copingstrategie können die Patienten ihre Angst nur kurzfristig reduzieren. Langfristig steigt der Angstpegel jedoch aufgrund des Vermeidungsverhaltens und den nachfolgenden psychosozialen Problemen an. Eine ambulante Therapie ist bei schweren Angststörungen oft nicht ausreichend. Eine vollstationäre Aufnahme kann jedoch mithilfe des therapeutischen Settings einer Tagesklinik vermieden werden. Das Besondere an einer Tagesklinik ist die Verknüpfung von Lebens- und Behandlungssituation. Der Patient kann sich in verschiedensten Therapiesituationen selbst wahrnehmen und bleibt gleichzeitig weiter im Kontakt mit seiner Familie, seinem sozialen Umfeld, seinen Problemstellungen und den Anforderungen des Lebens.

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