Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

01.10.2015 | Originalien | Ausgabe 5/2015

Pädiatrie & Pädologie 5/2015

Sexualität and Sexualpräferenzen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Erste Ergebnisse des German Sex Survey

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Ausgabe 5/2015
Autor:
Prof. Dr. I. Zimmermann

Zusammenfassung

Alternative Sexualformen und sexuelle Fantasien sind auch im Jugend- und jungen Erwachsenenalter nicht so selten, wie allgemein vermutet wird, wenngleich sie auch in der öffentlichen und medizinischen Diskussion als abweichendes Verhalten etikettiert werden. Aus dem deutschsprachigen Raum liegen allerdings bislang nur wenige Studien zur Verbreitung alternativer Sexualformen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Vergleich zu Älteren vor. Ziel der vorliegenden Untersuchung (German Sex Survey) ist es, Häufigkeiten alternativer Sexualformen und Paraphilien sowie sexueller Fantasien im deutschsprachigen Raum zu ermitteln und deren Beziehung zur Zufriedenheit mit dem Sexualleben und der Partnerschaft zu erheben. Zur Erhebung wurde ein onlinebasierter Fragebogen erstellt und ausgewertet. In diesem Zusammenhang wurden Sexualfantasien und Sexualpraktiken umfassend erfasst. Dabei konnten 2323 Fragebögen ausgewertet werden, überwiegend aus der Altersklasse der 18- bis 30-Jährigen. Es zeigt sich, dass alternative Sexualformen und sexuelle Fantasien über alle Altersklassen hinweg weitverbreitet sind. Die Zufriedenheit mit der Partnerschaft hängt dabei signifikant mit der Zufriedenheit mit dem sexuellen Erleben zusammen und dies u. a. mit der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs. Niedrige Zufriedenheitsergebnisse mit Partnerschaft und Sexualität führen zu einer erhöhten Masturbationsfrequenz sowie dem Wunsch, Neues erleben und Fantasien ausleben zu wollen. Die erhobenen Ergebnisse legen nahe, alternative Sexualformen nicht als abweichend zu etikettieren. Zudem können unterschiedliche Präferenzstrukturen Partnerschaftskonflikte über alle Altersklassen hinweg bedingen.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 5/2015

Pädiatrie & Pädologie 5/2015 Zur Ausgabe

Panorama

Panorama