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26.01.2021 | themenschwerpunkt | Ausgabe 1/2021

Spektrum der Augenheilkunde 1/2021

MISS (minimalinvasive Schielchirurgie) zur Strabismuskorrektur

Zeitschrift:
Spektrum der Augenheilkunde > Ausgabe 1/2021
Autoren:
FEBO Ulrike Höller, Monika Friedheim, Margret Huber, Barbara Leitner, Martin Emesz
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Hintergrund

Vor 3 Jahren wurde an der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie des Tauernklinikums Zell am See mit der MISS(„minimally invasive strabismus surgery“)-Technik zur operativen Therapie des Strabismus begonnen. Ziel der retrospektiven Analyse war es, die Sicherheit, Genauigkeit und Effektivität des Verfahrens an geraden und schrägen Augenmuskeln zu evaluieren.

Methode

In einem Zeitraum von 35 Monaten wurden an der Augenabteilung Zell am See 96 PatientInnen, bei denen eine horizontale Schielstellung (58 divergent, 38 konvergent) bestand, und 17 PatientInnen mit vertikaler Schielstellung oder Pathologie der schrägen Augenmuskeln unter Anwendung der MISS-Technik operiert. Alle Eingriffe wurden in Vollnarkose durchgeführt. Bei dem überwiegenden Teil fand die Rücklagerung und Faltung der Muskulatur kombiniert an einem Auge statt. Ein orthoptischer und klinischer Status wurde 1 Woche präoperativ, unmittelbar postoperativ, 1 Monat und 6 Monate postoperativ erhoben.

Ergebnisse

Intraoperativ kam es zu keinen Komplikationen, alle PatientInnen konnten am ersten postoperativen Tag mit reizarmen Befund entlassen werden. Ein Monat und 6 Monate postoperativ konnten keine Bindehautnarben oder Symblephara festgestellt werden. Bei 41 von 58 PatientInnen mit präoperativer Divergenzstellung wurde ein postoperatives Ergebnis mit einem Restschielwinkel < 10 Pdpt (Prismendioptrien) erreicht. Bei den ursprünglich konvergent schielenden PatientInnen wurde dieses Ergebnis bei 27 von 38, bei den Operationen an den schrägen Augenmuskeln bei 9 von 17 PatientInnen erreicht.

Schlussfolgerung

Die MISS-Technik stellt ein sicheres, effektives Verfahren mit einer relativ steilen Lernkurve zur Therapie des Strabismus dar. Bei der Mikroschnitttechnik zeigt sich eine sehr kurze Rehabilitationsdauer bei entsprechend hoher Erfolgsquote in Bezug auf die angestrebte Bulbusstellung. Unter Anwendung dieser Technik wird die Schleimhautoberfläche optimal geschont, wodurch Vernarbungen, die sich negativ auf Stellung und Motilität auswirken, verhindert werden und evtl. notwendige Folgeoperationen komplikationslos durchzuführen sind.

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