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23.11.2020 | Pulmologie | Ausgabe 6/2020 Open Access

Wiener klinisches Magazin 6/2020

Bedeutung von Komorbiditäten bei der idiopathischen Lungenfibrose

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin > Ausgabe 6/2020
Autoren:
Dr. Markus Polke, Prof. Dr. Michael Kreuter
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Der Pneumologe 3 · 2020 17:169–176. https://​doi.​org/​10.​1007/​s10405-019-00294-5 erstpubliziert. Zweitpublikation mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Zusammenfassung

Komorbiditäten der idiopathischen Lungenfibrose (IPF) sind sehr häufig und zumeist mit einer verschlechterten Lebensqualität und Prognose der Patienten verbunden. Vor allem pulmonale Hypertonie, chronische obstruktive Lungenerkrankung/Lungenemphysem, Lungenkarzinom und die koronare Herzerkrankung sind prognostisch relevant. Während Mikroaspirationen zwar als möglicher Auslöser und Progressionsfaktor einer IPF diskutiert werden, ist die Refluxerkrankung jedoch mit einer besseren Prognose assoziiert. Die Ursachen hierfür sind noch unklar, möglicherweise handelt es sich um einen „lead time bias“ oder einen Therapieeffekt des Refluxes; allerdings spricht die aktuelle Datenlage gegen einen solchen Zusammenhang für antazide Medikamente. Das Risiko ein Lungenkarzinom zu entwickeln, ist bei IPF signifikant höher im Vergleich zur Normalbevölkerung und die zweithäufigste respiratorische Todesursache bei der IPF. Eine Therapie des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC) ist jedoch nur im frühen Stadium der IPF mit einem verbesserten Outcome assoziiert, in anderen Fällen allerdings mit einem sehr hohen periinterventionellen Risiko. Bisherige Daten suggerieren, dass ein Screening auf Komorbiditäten und deren konsequente Therapie zu einer verbesserten Lebensqualität und Prognose der chronisch erkrankten IPF-Patienten führen könnten.
Literatur
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